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Edemissen Rote Tentakeln und Geruch nach Aas: Exotischer Pilz im Berkhöpen entdeckt
Kreis Peine Edemissen Rote Tentakeln und Geruch nach Aas: Exotischer Pilz im Berkhöpen entdeckt
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23:00 17.10.2013
Wirkt mit seinen roten Tentakeln skurril und exotisch: Der Tintenfischpilz. Quelle: oh
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Das bestätigt der Vechelder Pilz-Experte Manfred Fries auf Nachfrage der PAZ anhand der Fotos, die Greve von seinem Fund gemacht hat.

„ Der Tintenfischpilz fiel mir sofort durch seine rote Farbe und durch seine tintenfischartigen Tentakeln auf. Neben dem Pilz fand ich sogenannte Hexeneier, die am Aufplatzen waren. An der Platznaht quoll eine gelartige Masse hervor, in der schon die rote Farbe des Pilzes hervorleuchtete“, beschreibt Greve begeistert seinen ungewöhnlichen Fund.

Am nächsten Tag schon seien aus den Hexeneiern die Tentakeln herausgewachsen. „Die Pilze verbreiten einen unangenehmen Geruch“, berichtet Greve. Dieser Aasgeruch lockt Insekten und Mistkäfer an, die wahrscheinlich die Pilzsporen verbreiten. Auf den Tentakeln finden sich unregelmäßige schwarze Flecken. Dies ist die Sporenmasse der Pilze.

„Der Pilz kam vermutlich Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit Woll-Lieferungen aus Australien nach Europa und sucht sich seither immer mehr den Weg nach Norden“, weiß Fries über den „Einwanderer“ zu berichten.

Er selbst habe ihn zum ersten Mal in der Nähe von Berkhöpen bei Biotopmaßnahmen gesehen. Damals sei der Pilz versehentlich von einer Motorsense „erwischt“ worden. Aber auch an anderen Stellen in der Region habe Fries den Tintenfischpilz mittlerweile entdeckt.

Der Tintenfischpilz ist nicht giftig, für den Verzehr aber trotzdem nicht geeignet.

wos

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