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Remondis hat „stinkenden Graben“ ausgekoffert

Remondis Remondis hat „stinkenden Graben“ ausgekoffert

Den Graben hinter dem Betriebsgelände der Firma Remondis in Dedenhausen, in dem vor Weihnachten mit Kohlenwasserstoff belastetes Wasser gestanden hatte (PAZ berichtete), gibt es nicht mehr. Remondis hat ihn ausgekoffert und ihn in eine Art oberirdischen Speicher zur Versickerung von Regenwasser umgewandelt.

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In den Graben, der jetzt mit Vlies ausgekleidet und mit Schotter gefüllt ist, wird Regenwasser von den Dachflächen geleitet.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dedenhausen. Weil der Graben gestunken hatte, war er in der Woche vor Weihnachten dem früheren Uetzer Bürgermeister Reinhard Brandes aufgefallen. In dem Graben stand damals eine graue Flüssigkeit, die nach Öl roch. Am Ufer hatte sich dunkelgrauer Schlick abgesetzt. Brandes meldete den Umweltschaden den Behörden.

Daraufhin zog die untere Wasserbehörde der Region Hannover eine Wasserprobe. Diese war mit 3,4 Milligramm Kohlenwasserstoffen pro Liter belastet. Eine solche Konzentration ist für Ölabscheider typisch. „Ein solcher Abscheider wurde für die Hofentwässerung als Sicherheitsstufe eingebaut“, heißt es in der Antwort der Regionsverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Regionsabgeordneten Jürgen Buchholz zu dem Umweltschaden. Es sei bisher aber nicht geklärt, wie das belastete Wasser in den Graben gelangt sei.

Nach Auskunft von Regionssprecher Klaus Abelmann hat Remondis jetzt den Graben ausgekoffert. Anschließend sei der Graben mit Vlies ausgekleidet und mit Schotter gefüllt worden. In das Schotterbett leite Remondis das Wasser von den Dachflächen.

„Das hat Remondis aus freien Stücken gemacht. Wir haben das nicht angeordnet, sondern nur empfohlen, die Entwässerung des Geländes zu überdenken“, berichtet Abelmann und fügt hinzu, die Entwässerung habe nicht dem Stand der Technik entsprochen.

Buchholz hatte in seiner Anfrage von der Regionsverwaltung wissen wollen, ob Remondis eine Genehmigung für eine Einleitung in den Graben hat. Der Landkreis Hannover habe 1995 eine wasserrechtliche Erlaubnis für die Versickerung von unbelastetem Regenwasser erteilt, antwortet die Verwaltung. „Der Graben ist als Anlage zur Versickerung dieses Wassers angelegt worden“, teilt sie mit.

Später sei die Genehmigung erweitert worden. „Welcher Regelungsinhalt damit genau verbunden ist, ist der Region Hannover bisher nicht bekannt und wird derzeit zusammen mit dem Gewerbeaufsichtsamt anhand der dort vorhandenen Akten aufgeklärt“, schreibt die Verwaltung.

Für Buchholz sind diese Ausführungen unbefriedigend. Er erwartet eine weitergehende Auskunft nach Klärung der Aktenlage.

Nach Auskunft des Regionssprechers Klaus Abelmann wird Remondis in Kürze die Hochofenschlacke vor dem Firmengelände entfernen, die vermutlich im Sommer ein Pflanzensterben in Nähe des Werksgeländes verursacht hatte. Das belastete Material müsse als Sondermüll entsorgt werden und werde gegen Material ausgetauscht, das für den Wegebau geeignet sei, sagt Abelmann.

fs

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