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Edemissen Reichtum allein macht gar nicht wirklich zufrieden
Kreis Peine Edemissen Reichtum allein macht gar nicht wirklich zufrieden
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22:00 06.05.2013
Das "Theater Schreiber und Post" spielte das Märchen von Hans im Glück. Quelle: rb

„Wenn ich einen Klumpen Gold hätte, dann würde ich...“, überlegte Hans, und die vielen Besucherkinder überlegten eifrig mit. Von schönen Schuhen über eine lange Hose und eine eigene Schokoladenfabrik bis hin zu einer Rakete reichten die Überlegungen - und dann plumpste doch tatsächlich ein imaginärer Goldklumpen in Hänschens Schoß.

Die Glückssuche nahm ihren Lauf, und der bekannte Tauschhandel begann: Ein tolles Pferd wechselte den Besitzer, wurde dann gegen die scheinbar noch bessere Kuh Elsa eingetauscht, die wiederum gegen ein rosiges Schwein samt Schubkarre gehandelt wurde. Das tauschte der einfältige Hans schließlich gegen eine Gans und die gegen einen echten Stein mit Moos, den er verlor - und sein Glück war vollkommen.

Die Kinder lachten sich über die Figuren, die jeder sah, obwohl sie nicht da waren, kringelig und rümpften ob der Einfältigkeit Hänschens die Nase, konnte doch der Gauner ihm alles abjagen. Doch zum Schluss war dieser mit dem angehäuften Besitz genauso glücklich oder unglücklich wie der wieder besitzlose Hans....

Das „Theater Schreiber und Post“ aus Dresden folgte der Einladung von Rosemarie Deyerling. „Die beiden haben eine sehr schöne Art, Kindertheater zu spielen. Deshalb habe ich sie sehr gern ein zweites Mal gebucht“, erzählte Deyerling.

Die ganz besondere Art von Tim Schreiber und Andrea Post ist das Spielen mit dem Nichts. Eine kleine Bühne, eine Art spanische Wand, zwei Pfeifen und viel Pantomime - mehr brauchen die Schauspieler nicht.

Die richtige Würze geben ihre komische Mimik und lustigen Texte. Ab und zu klang ein bekanntes Kinderlied an, Zurufe aus dem Publikum wurden pariert und flugs mit eingebaut.

Die Kinder konnten so ihrer Fantasie freien Lauf lassen und probierten beim Hinausgehen, ob sie auch eine Gans auf ihrem Arm tragen konnten oder wie schwer so ein Goldklumpen denn sein könnte. Neben dem mächtigen Applaus war dies der schönste Lohn für einen sehr gelungenen Nachmittag.

gs