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Edemissen Realschüler erlebten mit „Tschick“ und Maik eine abenteuerliche Reise
Kreis Peine Edemissen Realschüler erlebten mit „Tschick“ und Maik eine abenteuerliche Reise
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23:00 17.02.2014
Szene aus dem Schauspiel „Tschick“ vom Schauspiel Hannover. Maik (Daniel Nerlich, l.) und Tschick (Jakob Nekhofer) am Beginn ihrer abenteuerlichen Reise mit einem „geliehenen“ Auto. Quelle: wos
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Zum Inhalt: Maik ist 14 Jahre alt, und er hat es nicht leicht: Die Mutter ist Alkoholikerin, der Vater tröstet sich mit seiner Sekretärin. Zeit für Maik hat keiner von den beiden. Die Mitschüler finden ihn so langweilig, dass er weder einen Spitznamen noch eine Einladung zu Tatjanas Party bekommt, auf der alle anderen den Beginn der Sommerferien feiern.

Maik fühlt sich mutterseelenallein, als am ersten Ferientag plötzlich sein Klassenkamerad Tschick mit einem „geliehenen“ Auto bei ihm auftaucht. Tschick stammt aus Russland, ist cool und selbstbewusst und dennoch Außenseiter wie Maik, gehört bestimmt zu Russenmafia und gilt als „Assi“. Trotzdem steigt Maik zu ihm ins Auto. Die beiden fahren einfach drauflos und erleben die vielleicht aufregendste Zeit ihres Lebens, die auf einer Polizeiwache und schließlich vor Gericht endet.

Obwohl sichtlich dem Teenager-Alter entwachsen stellen die Schauspieler Daniel Nerlich (Maik) und Jakob Nekhofer (Tschick) unterstützt von Elisabeth Hoppe, die alle weiblichen Rollen übernimmt, die beiden Jugendlichen überzeugend dar. Vor allem die wechselhafte Gefühlswelt von Maik lässt sich gut nachvollziehen. Dabei bringen die Schauspieler ihr Publikum, bestehend aus den Jahrgängen acht, neun und zehn der Realschule, immer wieder zum Lachen. Dennoch lässt es das Stück nicht an Ernsthaftigkeit mangeln.

Außer der Schauspielkunst braucht es nur wenige Requisiten, um Maik und Tschick auf ihre abenteuerliche Reise zu begleiten. Einige Stellwände, eine Kunstleder-Sitzbank und wenig mehr genügen, um vor dem inneren Auge die unterschiedlichen Orte entstehen zu lassen.

Klasse: Mit vielen Tricks gelingt es, die beiden am Ende ihrer Reise so zerrissen und zerlumpt aussehen zu lassen, wie es auch in der Wirklichkeit ohne Klamottenwechsel wohl sein würde.

wos

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