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Edemissen Raiffeisen will Lager für Gefahrenstoffe bauen
Kreis Peine Edemissen Raiffeisen will Lager für Gefahrenstoffe bauen
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10:00 04.02.2016
Zwei Kilometer westlich von Hillerse: Die Firma Raiffeisen Waren plant den Bau eines Gefahrstofflagers für Pflanzenschutzmittel. Quelle: Archiv
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„Wir Bürger haben von dem Vorhaben nur durch Zufall erfahren, und es war unglaublich schwer, an Informationen zu gelangen. Dabei liegen Wohnhäuser auf dem Gebiet der Gemeinde Edemissen ebenso dicht an der Anlage wie Hillerse“, kritisiert Thomas Bock aus Wipshausen.

Bei dem Vorhaben, für das die Erteilung einer Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich ist, handelt es sich um ein Großprojekt: Laut einer öffentlichen Bekanntmachung des Gewerbeaufsichtsamtes soll das Raiffeisen-Gefahrstoff-Lager nach Fertigstellung eine Lagerkapazität von insgesamt 596 Tonnen - aufgeteilt in drei Lagerabschnitte - haben.

„Der Standort der Anlage, in der überwiegend Pflanzenschutzmittel eingelagert werden sollen, befindet sich in einer Entfernung von circa zwei Kilometern westlich der Ortschaft Hillerse“, so das Gewerbeaufsichtsamt. Die Investitionskosten betragen rund zwei Millionen Euro.

Ein konkreter Termin für die Inbetriebnahme ist aus der öffentlichen Bekanntmachung noch nicht ersichtlich. „Das Gefahrstofflager soll schnellstmöglichst in Betrieb genommen werden“, teilt das Gewerbeaufsichtsamt jedoch mit.

Mit dem Bau des Gefahrstofflagers auf dem Betriebsgelände in der Straße Am Trockenwerk, gelegen zwischen Hillerse und Volkse, plant die Raiffeisen Waren GmbH laut Marketingleiter Benedikt Ehrhardt den Ausbau „eines strategisch günstig gelegenen Standortes in Niedersachsen. Wir wollen die Region stärken“, verweist der Marketingleiter auf die Versorgung der Landwirte mit Pflanzenschutzmitteln.

Zurzeit befänden sich auf dem Betriebsgelände ein Getreide- und Düngerlager sowie ein kleines Pflanzenschutzmittellager. Laut Ehrhardt werden vorerst fünf, später voraussichtlich sieben Mitarbeiter im Lager- und Bürobereich beschäftigt werden.

Der Antrag auf Genehmigung gemäß Bundes-Immissionschutzgesetz läuft, Genehmigungsbehörde ist das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig.

Die Gemeinde Edemissen kann nach Aussagen von Bauamtsleiter Rainer Hoffmann keinen Einfluss nehmen. „Wir sind in Form einer Stellungnahme gehört worden, in der wir darum gebeten haben, auf das Schutzgut Mensch Rücksicht zu nehmen und die Abstände zur Wohnbebauung so groß wie möglich zu halten“, sagt Hoffmann.

wos

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