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Raiffeisen investiert 3,5 Millionen in Dollbergen

Edemissen Raiffeisen investiert 3,5 Millionen in Dollbergen

Dollbergen. Die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover investiert rund 3,5 Millionen Euro in ihr Tochterunternehmen Groka. Eine neue Anlage, die die Kartoffeln für die Vermarktung aufbereitet, soll in Dollbergen Anfang nächsten Jahres in Betrieb gehen.

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Wolfgang Wrede (l.) und Hans-Jürgen Giere schauen sich die schon installierten Bunker für die aufbereiteten Kartoffeln an.

Quelle: fs

Von der neuen Anlage verspricht sich RWG-Geschäftsführer Wolfgang Wrede außer einer höheren Effizienz beim Sortieren der Kartoffeln einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen Wasser und Strom.

„Die neue Aufbereitungsanlage sortiert die Kartoffeln zunächst nach Größe. Dann werden sie gewaschen und - sofern notwendig - auch poliert“, sagt Wrede. Anschließend sondere ein elektronisch gesteuerter Sortierer grüne und andere Knollen aus, die farblich von der Norm abweichen - alles voll automatisiert.

Zurzeit erledigen das Sortieren noch Mitarbeiter per Hand. Sie werden wegen der neuen Anlage im Wert von rund 3,5 Millionen Euro aber nicht arbeitslos. „Vielmehr werden wir in der Saison nicht mehr so viele Überstunden machen müssen“, sagt Wrede.

Darüber hinaus kann die neue Maschine bei Bedarf auch noch eine Feinsortierung nach Größen im Millimeterbereich vornehmen. Bei Prämiumware müssten die Kartoffeln in einem Beutel etwa gleich groß sein, erläutert Groka-Betriebsleiter Hans-Jürgen Giere.

Die jetzige Aufbereitungsanlage stammt aus den neunziger Jahren. „Sie ist technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand“, sagt Wrede. Daher sei der Wartungsaufwand sehr hoch. Außerdem seien die Qualitätsanforderungen der Kunden in den vergangenen 20 Jahren erheblich gestiegen, ergänzt Giere.

Die jetzige Anlage verarbeitet 25 Tonnen in der Stunde, die neue schafft mit 50 bis 60 Tonnen in der gleichen Zeit mindestens das Doppelte. Gleichzeitig benötigt sie aber weniger Wasser und Energie.„Wir werden kaum noch Frischwasser verbrauchen“, kündigt Wrede an. Zum Waschen verwendet die Neuanschaffung nur noch zehn Prozent Trinkwasser. Zu 90 Prozent kann Brauchwasser eingesetzt werden, das auf dem Gelände der Groka aufbereitet wird. Zudem wird die automatische Sortieranlage rund 30 Prozent weniger Strom als ihr Vorläufer verbrauchen.

Monteure installieren die neue Anlage in einer früheren Lagerhalle. Die Arbeiten haben vor vier Wochen begonnen. „Wir hoffen, dass wir Ende des Jahres mit dem Umbau fertig sind“, sagt Giere. Dann könne die neue Anlage Anfang 2013 den Betrieb aufnehmen.

fs

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