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Edemissen Prozess: Wer hat Papiere für ein Pferd geändert?
Kreis Peine Edemissen Prozess: Wer hat Papiere für ein Pferd geändert?
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00:19 10.01.2019
Ein Fall von Verdacht auf Urkundenfälschung wird derzeit vor dem Amtsgericht Peine verhandelt. Es geht um die Papiere einen Pferdes. Quelle: Tilman Kortenhaus
Edemissen

Am Montag begann am Amtsgericht Peine die Hauptverhandlung gegen eine 43-jährige Angeklagte aus der Gemeinde Edemissen mit dem Vorwurf der Urkundenfälschung.

Was soll passiert sein? Im Juni 2016 wurde eine Stute der Rasse „Irish Tinker“ mit ihrem Fohlen von der Angeklagten nach Bayern verkauft. Der Gesamtkaufpreis betrug laut Kaufvertrag 2500 Euro. Im Pass der Stute sei die Größenangabe von 140 auf 146 Zentimeter geändert worden, und auch die Mikro-Chip-Nummer passe nicht.

Zudem sei ein Blatt im Pass nachträglich als Farbkopie eingefügt worden. Die Frage, wer den Pass geändert hat, konnte auch im Prozessverlauf nicht geklärt werden. Der Richter machte deutlich, dass auch der Gebrauch gefälschter Unterlagen strafbar sein kann.

Pferd wurde in Edemissen gesund gepflegt

Die Angeklagte gab an, dass sie die Stute im Jahr 2015 für 1500 Euro gekauft habe. Den Pass des Pferdes habe sie dabei nicht überprüft. Die damals gesundheitlich angeschlagene und tragende Stute wurde von der Angeklagten auf ihrem damaligen Pferdehof in der Gemeinde Edemissen gesund gepflegt.

Die Zeugenaussage einer ehemaligen Mitarbeiterin der Angeklagten bestätigte weitestgehend die Angaben der 43-Jährigen. Gemeinsam mit der Angeklagten habe sie die Pferde zur Käuferin nach Bayern gefahren und nach eingehender Prüfung der Tiere und Unterlagen problemlos an die Käuferin übergeben. Anschließend reklamierte diese, dass die Stute zu klein sei und erklärte, dass sie Schadenersatz verlange.

Angeklagte weist Vorwürfe zurück

Nach Angaben der Angeklagten sei eine Rücknahme der Pferde mit Kaufpreiserstattung oder das Erstellen eines neuen aktuellen Passes von der Käuferin abgelehnt worden. Die Käuferin leitete Zivilschutzklagen mit entsprechenden Schadenersatzforderungen gegen die Angeklagte und ihre Mitarbeiterin ein.

„Ich verstehe das Ganze nicht. Ich kann nur sagen, dass es für mich keinen Sinn gemacht hätte, die Daten im Pass zu ändern. Ich habe keinen Vorteil davon – warum sollte ich das tun?“, betonte die Angeklagte abschließend. Der Prozess wird nach Information durch den Richter mit weiteren Zeugenanhörungen fortgesetzt.

Von Eckhard Bruns

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