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Per Drahtesel zur Weltausstellung in Brüssel

PAZ-Serie Per Drahtesel zur Weltausstellung in Brüssel

Dünne Matratzen in Etagenbetten, Früchtetee aus Metallkannen, Gemeinschaftsduschen: Jugendherbergen haben bei vielen Menschen ganz besondere Erinnerungen hinterlassen. In einer Serie anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Deutschen Jugendherbergswerks erzählen Peiner ihre Erlebnisse. Heute ist es der 67-jährige Horst A. Lahmann aus Edemissen.

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Jugendherbergsausweis von Horst A. Lahmann aus Edemissen.

Am 30. Mai 1958 löste ich in Hannover gegen eine Gebühr von drei Mark einen Mitgliedsausweis des Deutschen Jugendherbergswerks (diesen habe ich heute noch). Am 19. Juli 1958 startete ich als 16-Jähriger mit meinem Fahrrad von Hannover zur Weltausstellung Expo, der ersten nach dem Zweiten Weltkrieg in Brüssel (Belgien).

Über die Jugendherbergen in Rheine, Gorssel (Niederlande), Amersfoort, Broek in Waterland, Oostvorne, Rotterdam, Bergen op Zoom (Belgien), Antwerpen erreichte ich die südlich von Brüssel gelegene Jugendherberge in Huizingen. Diese war meine Startherberge zum Besuch der Weltausstellung. Das Atomium, das Wahrzeichen der Weltausstellung, war sehr beeindruckend.

In einigen Jugendherbergen war es üblich, das ich nach dem Frühstück zum Reinigen der Sanitäranlagen, Schlafräume, zum Abwasch oder zum Kartoffelnschälen eingeteilt wurde. Bevor die Arbeiten nicht ausgeführt waren, bekam ich meinen Jugendherbergs-Ausweis nicht ausgehändigt und erst dann konnte ich mein nächstes Ziel ansteuern. Unvergesslich sind die Begegnungen mit Mädchen und Jungen der verschiedensten Nationen, die ich in den Jugendherbergen traf.

Bleibende Erinnerungen habe ich an das in holländischen und belgischen Jugendherbergen reichhaltige und teilweise für mich unbekannte Frühstück, so gab es außer Marmeladen, echtem Honig, süßen, bunten krümeligen Brotaufstrich (Buntzucker), cremige Schokolade – und unvergesslich „Havermout met suiker“ (Haferflocken mit Zucker) und nicht das triste Einerlei in deutschen Jugendherbergen: Marmelade, Sirup und Kunsthonig.
In den darauf folgenden Jahren unternahm ich weitere Fahrradtouren und Reisen per Anhalter nach Dänemark, Schweden, Norwegen und in die Schweiz. Übernachtet habe ich stets in Jugendherbergen.

Horst A. Lahmann

Jugendherbergen

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mic

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