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Edemissen Oman: Ein Land aus 1001 Nacht –ist im 21. Jahrhundert angekommen
Kreis Peine Edemissen Oman: Ein Land aus 1001 Nacht –ist im 21. Jahrhundert angekommen
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20:00 23.01.2019
Zum Mittag gab es gekochtes Kamel. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch
Dedenhausen

Großartige Gebirgslandschaften, grüne Oasen und Kamelherden, weite Sandwüsten und feine Sandstrände – diese Bilder hatte ich vom Oman im Kopf und sollte nicht enttäuscht werden. Unsere Reise führte uns zuerst in den Süden nach Salalah und nach einer Woche in den Norden nach Muskat, der omanischen Hauptstadt.

Oman ist ein stabiles Land

Unsicher wegen der politischen Lage auf der arabischen Halbinsel waren wir nicht, Oman ist ein sehr sicheres und stabiles Land. Am Flughafen wurden wir von freundlichen und hilfsbereiten Omanis empfangen. Das Autofahren war entspannend, wenn auch nicht immer ungestört, denn im Süden sind Kamel- beziehungsweise Dromedarherden auch auf den Autobahnen unterwegs. Man gewöhnt sich dran: Warnblinklichter an und langsam vorbei! Die Tiere schlendern gelassen weiter.

Überall wird gebaut

Überall im Land wird gebaut, vor allem Hotels. Mit dem extravaganten Dubai hat Oman aber nichts gemein. Wohnhäuser, nicht höher als drei Stockwerke, überziehen das weite Land mit einer bunten Mischung aus Tausendundeiner Nacht und strengen, minimalistischen Formen. Sie sind individuell und einzigartig, spiegeln die Tradition wider und bieten dennoch fortschrittlichsten Wohnkomfort. Eine wohltuende Architektur, an der ich mich nicht statt sehen konnte. Und die Omanis haben Platz zum Bauen: Das Land ist fast so groß wie Deutschland und hat nur rund vier Millionen Einwohner.

Sultan wird verehrt

Die Menschen sind weltoffen und gebildet. An der Universität von Muskat studieren mehr Frauen als Männer. Gleichberechtigung ist in der omanischen Verfassung niedergelegt. Wir spüren den Respekt und den Stolz der Menschen gegenüber ihrem Land und gegenüber Sultan Quaboos, seit 1970 der unumstrittene und von vielen verehrte Herrscher. Abdullah, ein junger Reiseführer, der uns die Sandwüste Wahabi zeigte, erzählte stolz von seinem Sultan, der das Land seit 40 Jahren in die Moderne lenkt.

Im Norden führte uns unsere Route von Muskat in das Hajar-Gebirge. Der höchste Berg des Landes, Jebel Shams, erhebt sich 3000 Meter hoch, und eine Piste führt abenteuerlich auf ein Hochplateau auf 2000 Meter. Dort erwartete uns eine atemberaubende Aussicht in eine 1000 Meter tiefe Schlucht, dem „Grand Canyon Omans“.

Land voller Gegensätze

Bereist haben wir ein Land voller Gegensätze: Karge Gebirge, dicht bewachsene Täler, Sandwüsten und Wadis mit natürlichen Wasserbecken. Ein Land mit gelebten Traditionen und modernen Einflüssen. Wir fühlten uns geborgen wie in einer Geschichte aus Tausendundeiner Nacht.

Dennoch: Der Tourismus, vor allem aus Europa, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Man kann nur hoffen, dass der Oman und seine grandiose Landschaft nicht vom Tourismusboom überrollt werden, sondern seine Ursprünglichkeit und Unberührtheit erhalten bleiben.

Von Sylvia Knapek-Wodausch

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