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Edemissen Oelheim: Senioren-Pflegeeinrichtung kooperiert mit Zahnärztin
Kreis Peine Edemissen Oelheim: Senioren-Pflegeeinrichtung kooperiert mit Zahnärztin
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23:00 03.03.2014
Arztbesuch in den eigenen vier Wänden: Einmal im Monat kommt Zahnärztin Ute Heuer-Saffe (v.l.) ins Seniorenzentrum Oelheim. Das freut auch Pflegeheim-Leiterin Christina Brandes und Bewohnerin Wally Bieberstein. Rechts: Zahnarzthelferin Sandra Walkling. Quelle: im
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„Für Pflegeheime ist es sehr schwer, Besuche bei Fachärzten zu organisieren. Selbstverständlich werden Bewohner ärztlich versorgt, wenn es akut notwendig ist. Doch durch regelmäßige zahnärztliche Kontrollen muss es in vielen Fällen gar nicht erst so weit kommen“, sagt Christina Brandes, Leiterin des Seniorenzentrums.

Sie konnte die Zahnärztin Ute Heuer-Saffe dafür gewinnen, monatlich ins Pflegeheim zu kommen. „Vieles lässt sich gleich dort klären“, sagt Heuer-Saffe. Relativ häufig gebe es Probleme mit Zahnprothesen. Einiges davon kann sie vor Ort beheben, ansonsten arbeitet sie eng mit dem Labor Denta-Line zusammen. „Für einen Abdruck, zum Beispiel, müssen die betagten Patienten nicht extra in die Zahnarztpraxis kommen. Und auch das Anpassen einer veränderten oder neuen Prothese geht auch direkt im Seniorenheim“, nennt sie Beispiele.

In dem Fall, dass direkt vor Ort nicht geholfen werden kann, wird das weitere Vorgehen abgestimmt. „Entweder kommen die Patienten dann zu uns in die Praxis, oder aber wir leiten andere Behandlungswege ein“, sagt Heuer-Saffe, der die Arbeit mit den alten Menschen sehr viel Freude macht.

„Selbstverständlich haben unsere Bewohner das Recht auf freie Arztwahl. Die Untersuchung und Behandlung durch Frau Heuer-Saffe ist ein Angebot, das freiwillig in Anspruch genommen werden kann. Darüber haben wir auch die Angehörigen informiert“, macht Brandes deutlich.

Die Seniorenheime werden neuerdings aufgefordert, die fachärztliche Versorgung ihrer Bewohner zuverlässig sicherzustellen. Als möglicher Weg wird zum Beispiel vom Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes angeregt, solche Kooperationen mit Ärzten anzustreben und aufzubauen. „Wir haben unsere Hausaufgaben schon gemacht, bevor wir sie überhaupt aufbekommen haben“, sagt Brandes.

wos

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