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Oelerser Eltern kämpfen um sicheren Überweg

Oelerse Oelerser Eltern kämpfen um sicheren Überweg

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Die Oelerser Eltern demonstrieren an der Landesstraße 387 mit ihren Kindern für einen sicheren Überweg. Bislang scheiterte das Vorhaben an zu geringen Auto- und Fußgängerzahlen.

Quelle: privat

Edemissen-Oelerse. Die Oelerser Bürger wollen eine Bedarfsampel für die sichere Überquerung der Uetzer Straße und Landesstraße 387, insbesondere für ihre Kinder. Aber angeblich reicht die Frequenz der durchfahrenden Autos und die der Menschen, die die Fahrbahn passieren und die über die Straße wollen, nicht aus, um eine solche „Dunkelampel“ zu installieren. Dabei hat die Gemeinde Edemissen die Baukosten längst im Haushalt berücksichtigt, der Förderverein würde die Wartung der Anlage übernehmen.

Von den eingeladenen Behördenvertretern waren nur Karlheinz Becker, Fachdienstleiter Straßenverkehr des Landkreises Peine und Bürgermeister Frank Bertram (parteilos) im Dorfgemeinschaftshaus erschienen. „Die Vertreter der Peiner Polizei und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatten die Veranstaltung ohne Angabe von Gründen abgesagt“, klagte Ortsbürgermeister Holger Meyer (SPD).

Auch die Eltern übten Kritik an der Entscheidung und vor allem an der starren Haltung der Polizei. „Man möge sich weniger an den Zahlen orientieren, sondern vielmehr an der notwendigen Sicherheit für die Kinder“, waren sich die Eltern einig. Viele Eltern wiesen auch darauf hin, dass die Verkehrsbelastung auf der L 387 deutlich zugenommen habe und insbesondere der Schwerlastverkehr aus Richtung Dollbergen „eine Bedrohung“ darstelle.

Fachdienstleiter Becker vom Landkreis Peine konnte den Eltern und dem Ortsrat jedoch nicht viel Hoffnung machen. Es müssten in Oelerse zwischen 50 und 100 Fußgänger stündlich die Uetzer Straße überqueren. Außerdem hätte die Polizei den kaum für Fußgänger einsehbaren Bereich an der Kreuzung Spielplatz/ Uetzer Straße/ Zur Neuen Mühle nicht als Unfall- oder Gefahrenschwerpunkt ausgemacht, sagte Becker.

„In der einen Ortschaft wird die Fußgängerampel abgelehnt und in der anderen Ortschaft wird die Ampel genehmigt“, kritisierte der stellvertretende Ortsbürgermeister Heiner Brandes. In beiden Orten lägen jedoch mutmaßlich die gleichen zu niedrigen Auto- und Fußgängerfrequenzen zu Grunde. Als Beispiel nannte er die Fußgängerampel in Dollbergen, die „so gut wie nie benutzt“ werde.

Der Vorschlag von Polizei und Landkreis, eine Überquerungshilfe auf der L 387 anzulegen, lässt sich nach den Worten des Ortsbürgermeisters nur schwer realisieren: Die Grundstücke an der Straße befinden sich in Privatbesitz.

Landtagsabgeordneter Möhle will noch einmal mit der Polizei Kontakt aufnehmen, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Becker sagte eine erneute Prüfung zu. Ortsrat und fast alle Zuhörer stimmten dieser Vorgehensweise zu, allerdings sollten die Ergebnisse bis zur Bürgerversammlung am 31. Oktober vorliegen.

Michael Schröder

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