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Edemissen Oedesser wurde Dritter bei Deutscher Meisterschaft im Oldtimerpflügen
Kreis Peine Edemissen Oedesser wurde Dritter bei Deutscher Meisterschaft im Oldtimerpflügen
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22:30 04.09.2014
Der Oeddesser Oldtimer-Pflüger Kalle Randt beim Wettpflügen. Quelle: oh

Vor zwei Jahren wurde er mit der Unterstützung seines Helfers Werner Eckermann in Leipzig Vizemeister. In diesem Jahr schafften sie es im schleswig-holsteinischen Bokhorst auf den dritten Platz.

Mit seinem Deutz Trecker vom Typ F1L514/51, der 1952 gebaut wurde und über 15 PS verfügt, trat Randt bei dem Wettbewerb auf dem Gut Alt-Bokhorst in der Nähe von Neumünster in der Oldtimerklasse für Fahrzeuge bis Baujahr 1959 an.

Hinter dem alten Schlepper hing ein Röwer Anhänge-Beetpflug vom Typ Witterkind. Der Pflug mit zwei Scharen stammt aus dem Jahr 1955.

Randt ist mit seinem Ergebnis beim Wettbewerb zufrieden. „Der Boden war aufgrund des Regens extrem schwer. Mit den 15 PS und der Arbeitsbreite von 50 Zentimetern des Pflugs war bei einer Arbeitstiefe von 20 Zentimetern einfach die Leistungsgrenze des Schleppers erreicht“, erklärt er.

Das Probepflügen am Tag vor dem eigentlichen Wettbewerb am vergangenen Wochenende hat noch im Regen stattgefunden. Auch am Morgen des Wettkampftages hat es kräftig geregnet. „Dann wurde das Wetter zwar besser, aber der Boden war natürlich noch nass“, sagt Randt.

Bei fast allen Wettbewerben mit von der Partie ist Werner Eckermann. „Mir macht es Spaß und Kalle ist nicht die ganze Zeit allein unterwegs“, sagt er. Helfen darf er aber nur beim so genannten Ausfluchten, bei dem die exakte Linie für die erste Furche mithilfe von Stangen ermittelt wird. Dann ist Randt ganz auf sich gestellt, Eckermann kann nur noch die Daumen drücken.

Das Oldtimerpflügen ist die große Leidenschaft des Ortsbürgermeisters von Oedesse. Regelmäßig nimmt er an Wettbewerben teil, und auch zu landwirtschaftlichen Ausbildungszentren reist er gern: „Die jungen Leute erfahren ja sonst gar nicht mehr, wie früher gepflügt wurde“, sagt er. Zu seinen Einsatzorten fährt er oft „auf Achse“, also direkt mit dem Trecker. Für weitere Strecken wie jetzt nach Neumünster wird das betagte Fahrzeug allerdings auf einen Anhänger verladen. „Da unterstützt mich die Firma HSN Gerätevermietung immer sehr großzügig“, freut sich Randt.

wos