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Edemissen „Nordic Sunset“ ließ im Kunsttreff klanglich die Sonne aufgehen
Kreis Peine Edemissen „Nordic Sunset“ ließ im Kunsttreff klanglich die Sonne aufgehen
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20:00 11.03.2019
Angela Kühl und Detlef Klemmt boten ein breit gefächertes Repertoire. Quelle: Ulrich Jaschek
Abbensen

Das Raffinierte an Angela Kühl und Detlef Klemmt – Publikum und Freunde dürfen sie „Geli“ und „Dedl“ nennen – ist, dass sie ihre Zuhörer zunächst „verwirren“. Geradezu schüchtern heischten Bardin und Barde um Aufmerksamkeit mit dem, was man von ihnen erwartet: schwedisch-nordische Sonnenuntergangs-Inga-Lindström-Romantik mittels schmachtender Blockflöte (sie) und Gitarrenseufzern (er).

Dabei haben die beiden es musikalisch faustdick hinter den Ohren. Das ist unüberhörbar, wenn Kühl zur Klarinette greift und urplötzlich von schmalzigem Soft zu mitreißendem Klezmer wechselt. Und man ahnt: Bei „Nordic Sunset“ handelt es sich eben nicht um „Überlandtingler auf Welttournee“, sondern um Musik-Profis, die das Angenehme des „Musizierenwollens“ mit dem Nützlichen des Geldverdienens kombinieren.

Feurige Ausflüge auch in Rock und Pop

„Wir spielen das, was andere viel besser können“, stapelte „Dedl“ in seiner ausgedehnten Moderation tief. Was vielleicht auf den Ex-Rock- und Country-Bassisten zutreffen mag, bügelte seine Partnerin durch ihre wie aus dem Handgelenk geschüttelte Professionalität ebenso charmant wie mühelos wieder aus. Als blasinstrumentaler Tausendsassa und mit allen rhythmischen Wassern gewaschen, wuselte sie von unterschiedlichen Blockflöten zur Klarinette und unternahm feurige Ausflüge mit dem Akkordeon oder der Melodika auch in Rock und Pop.

Das Duo bot klanglich eine Mischung aus Mitklatsch-Animation und Lagerfeuer-Romantik, mit anderen Worten: ein Programm ohne Programm, mit dem die Zuhörer von einer Musikgattung zur anderen drifteten. Die treiben gerne mit, wie der Applaus bewies, wenn Kühl sich einerseits in Kostüm und Sprache einer samischen Schamanin singend auf einer mit Hirschfell bespannten Rahmentrommel selbst begleitete, danach als jugendliche Nina Hagen das Fehlen des Farbfilms beklagte oder auf Färöerisch von Trollen und Liebe am Nordmeerstrand sang. Ihr Clou war der Einsatz einer Piccolo-Posaune, die allerdings ein bisschen wie auf dem Kamm geblasen klang.

Beglückter Beifall des Publikums

Dass sie in dieses durchaus ungewöhnliche Konzert auch Musik aus der Klassik einfließen ließen, liegt an Kühls musikalischem Vorleben als studierte Klarinettistin und Mitglied des Hamburgischen Staatsorchesters. So schlängelte sich der Konzertfluss, viel zu oft durch Klemmts langatmige Moderations-Dämme gestaut, kurzweilige zweieinhalb Stunden durch bunte Klanglandschaften, gesäumt durch den beglückten Beifall des Publikums. Unverhofft kommt oft – und bitte bald wieder!

Von Ulrich Jaschek

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