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Mit dem Seitenradar gegen Raser

Edemissen Mit dem Seitenradar gegen Raser

Kaum vier Wochen in der „Wohlfühlgemeinde“ Edemissen zu Hause und schon den Bürgermeister auf dem Grundstück: Dirk Gahre, Neubürger im Haus am Eichenweg/ Ecke Raffturm regt sich mächtig über die „Raser“ in der Tempo-30-Zone auf. „Ich will nicht warten, bis erst ein Kind umgefahren worden ist“, sagt der Sozialassistent. Bürgermeister Frank Bertram (parteilos) kam auf PAZ-Vermittlung zum Ortstermin und sah sich die Sache an.

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Ortstermin am Eichenweg/ Ecke Raffturm in Edemissen: Anlieger Dirk Gahre (links) diskutiert mit Bürgermeister Frank Bertram und der Verwaltungs-Fachangestellten Nadia Lahmann.

Quelle: de

Edemissen . Zehn Uhr, alles ist ruhig am Eichenweg in Edemissen: Von der Hauptstraße durch bis zur Firma Ehrhorn an der Mödesser Straße ist Tempo 30 als Zonen-geschwindigkeit angeordnet – Wohngebiet. Rechts-vor-links-Verkehr ohne Schilder, die Bordsteine an den Straßeneinmündungen abgesenkt, Fahrzeuge parken auf der Straße und verengen sie: Verkehrsberuhigung zum Nulltarif. Der Eichenweg hat zwei Fahrbahnunterbrechungen, eine „normale“ und einen mit Kopfsteinpflaster leicht erhöhten Holperkreis. Das will Gahre für die Kreuzung Eichenweg/ Raffturm am liebsten auch haben.

„Ich wohne erst seit Kurzem hier, aber es fällt auf, dass über die Kreuzung gerast wird“, sagte Gahre. Selbst Auslieferungsfahrer mit großen Transportern hielten sich nicht an das Tempo-Limit. Bürgermeister Bertram und Verwaltungsfachangestellte Nadia Lahmann sahen sich die Ecke an: „Eine zusätzliche Beschilderung wird es nicht geben, die Straßen sind als Tempo-30-Zonen ausgeschildert“, sagte Bertram. „Ein Aufpflastern birgt Haftungsfragen, wenn sich jemand, etwa mit einem tiefer gelegten Auto, den Spoiler abreißt“, gab der Verwaltungs-Chef zu bedenken. „Lieber einen Spoiler auf der Straße als einen großen Blutfleck“, entgegnete Gahre.

Bertram bot an, das Seitenradarmessgerät des Landkreises am Eichenweg aufstellen zu lassen, um den wirklichen Ist-Zustand zu ermitteln. „Mit dem kleinen Kasten können wir das Verkehrsaufkommen, die Art der Fahrzeuge und das gefahrene Tempo feststellen“, sagte er. Ein bisschen wird es noch dauern: „Das Gerät haben wir gerade am Alten Kirchweg aufgestellt“, sagte Rathausmitarbeiterin Lahmann, „aber wir kümmern uns darum.“

„Bevor irgendwelche baulichen Veränderungen diskutiert werden, müssen wir wissen, ob es sich bei den Schnellfahrern um Einzelfälle oder Dauerverkehr handelt“, sagte Bertram. Gahre ist einverstanden.

Michael Schröder

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