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Edemissen Lesetipp: „Die Taufe“ von Ann Patchett
Kreis Peine Edemissen Lesetipp: „Die Taufe“ von Ann Patchett
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00:17 07.01.2018
„Die Taufe“ von Ann Patchett ist der Lesetipp von Sabine Maaß. Quelle: Privat
Edemissen

In Zusammenarbeit mit den Kreisbüchereien des Landkreises Peine veröffentlicht die PAZ in loser Folge Lesetipps. Sabine Maaß empfiehlt diesmal „Die Taufe“ von Ann Patchett, ein anspruchsvoller, aber dennoch leicht zu lesender Familienroman.

Zum Inhalt: Wenn Albert Cousins nicht zufällig an einem dieser ihm verhassten Sonntage seinen drei lärmenden Kindern und seiner erneut schwangeren Ehefrau Teresa hätte entkommen wollen, um uneingeladen auf einer Taufparty bei Fix Keating mit einer Flasche Gin als Geschenk zu erscheinen, wäre allen zehn Protagonisten ein entschieden anderer Lebensweg beschert worden.

Doch es wird ein bemerkenswerter Nachmittag, denn Gin und selbstgepresster Orangensaft bestimmen den Ablauf, erzeugen eine unnachahmliche Atmosphäre. Cousins küsst die überaus attraktive Hausherrin Beverly, Mutter der getauften Franny, und fühlt sich am „Beginn seines Lebens“.

Von nun an ist nichts mehr wie vorher. Bert und Beverly verlieben sich ineinander, heiraten und ziehen mit Beverlys Töchtern Caroline und Franny von Kalifornien nach Virginia, Teresa bleibt mit ihren vier Kindern Cal, Holly, Jeanette und der Nervensäge Albie in Los Angeles. Bemerkenswert sind die von Bert mit dem Geld seiner Eltern erstrittenen Sommermonate, für die er das Sorgerecht erhält, um dann alle sechs Kinder in Virginia in seinem Haus zu Besuch zu haben, dabei aber durch Abwesenheit zu glänzen. Es ist für die Kinder eine Zeit der erkämpften Sorglosigkeit, der Geheimnisse und gefährlichem Übermut.

Der daraus resultierende Tod des 15-jährigen Cal führt schließlich zur Trennung von Bert und Beverly und zum Ende der geschwisterlichen Abenteuer.

Die Erlebnisse der sechs Kinder und das Drama um Cal werden erneut thematisiert, als Franny den erfolgreichen, ab schon lange nicht mehr aktiven Schriftsteller Leo Posen kennenlernt und eine Liebesbeziehung mit ihm eingeht.

Er erfährt die genauen Abläufe des damaligen Sommers und setzt diese wiederum in einem Roman um, der zum Sensationserfolg wird: die Taufe.

Das sagt Sabine Maaß von der Kreisbücherei Edemissen

Ann Patchett ist mit ihrem Werk „Die Taufe“ ein großer Wurf gelungen. „Es ist ein Familienroman, weit entfernt vom trivialen Einerlei der Geschichten, die sich sonst in diesem Genre tummeln“, sagt Sabine Maaß. Die renommierte Autorin serviert einen Cocktail von Sequenzen aus dem Leben zweier Familien in Amerika über einen Zeitraum von rund 50 Jahren. Sie erzählt nicht chronologisch, sondern springt nach einem grandiosen Auftakt, einer Tauffeier in den 60-ern, mit Einschüben, Rückblenden und Gegenwartserzählungen durch die Geschehnisse in einer Patchworkfamilie.

„Es ist ein anspruchsvoller Roman, dabei gut und einfach zu lesen“, resümiert Maaß. „Pratchett erzählt die Geschichte in Episoden, beleuchtet immer neue Beziehungsaspekte zwischen Personen. Wie stand damals wer zu wem? Wie sieht es gegenwärtig aus? Wer wusste wann über wen und was Bescheid? So entsteht ein spannendes Puzzle. Es soll nicht alles verraten werden. Insgesamt ist es eine beeindruckende Geschichte mit einem hervorragenden Erzählstil – einfühlsam, gelegentlich beklemmend, aber immer überzeugend.“

Ann Patchett: Die Taufe. Berlin-Verlag 2017 (ISBN 978-3-8270-1344-6, 400 Seiten, 22 Euro). Der Roman kann auch in allen Kreisbüchereien ausgeliehen werden.

Von Kerstin Wosnitza

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