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Edemissen Kulinarisches nach Herrschaftsart
Kreis Peine Edemissen Kulinarisches nach Herrschaftsart
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20:38 13.09.2009
Für die kleinen Lämmchen interessierten sich vor allem die Kinder. Quelle: im
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Edemissen-Ankensen. Weiße Zelte gruppierten sich im Halbrund um das prächtige Herrenhaus auf dem Rittergut Ankensen, rustikale Tische und Bänke im Innenraum luden zum Platznehmen ein: Die Jagdhornbläser „Fermate“ ließen aufhorchen und immer öfter leuchtete ein blauer Himmel über den Baumwipfeln. „Wir bieten heute Kunst und Kulinarisches“, sagte Hausherr Heinrich Edeler und freute sich über mehr als 500 Besucher.

„Diese Milch schmeckt wirklich viel besser als pasteurisierte“, stellten Heide und Dietmar Just aus Edemissen fest, als sie frisch gemolkene Milch probiert hatten. Landwirt Karl-Otto Müller aus Eddesse hatte seine „Milchbar“ im Zelt des Landvolkverbandes aufgebaut und kredenzte das gesunde Getränk. Im Gespräch machte er allerdings auch auf die „unerträgliche Situation“ aufmerksam, in der sich insbesondere die Milchbauern durch den Preiskampf des Handels zurzeit befinden.

Für die vier kleine Lämmchen von Carl Lauenstein, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Peine, interessierten sich vor allem die Kinder, die sich auch darüber wunderten, wie fettig sich frischgeschorene Schafwolle anfühlt. Brigitte Lauenstein steuerte ein wenig bekanntes Produkt bei: pflegende Schafmilchseife.

Vereinzelt aufgestellte „Lockpfosten“ informierten Besucher über landwirtschaftliche Produkte wie Gerste, Weizen oder Zuckerrüben, die Unterschiede von Wiesen und Weiden oder alternative Energien. Gern gaben auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Landvolkverbandes Antworten.

Lammrückenfilet auf tomatisierten Kerbelbohnen oder Wildbratwurst mit Preiselbeeren servierte Klaus Hartmann aus Braunschweig. Zwischen sechs und zwölf Monate alten spanischen Wein und Cava-Spezialitäten gab es bei La Bodega, herbstliche Floristik bei Winter’s Blumenwelt. Frisch aus dem Holzofen kamen Brot und Zuckerkuchen der Moorbäckerei aus Röddensen.

Brigitte Vogel

Von der großen Leinwand in der Aula der Hauptschule in Edemissen blicken ernste Gesichter. Die Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen Männer und Frauen – den Judenstern auf die Kleidung genäht. „Meine Familie“, sagt die 81-jährige Jüdin Ester Lenczicki. Nur wenige überlebten Ghetto und Konzentrationslager. Die 40 Zehntklässler hören still und betroffen zu, als die Frau – immer wieder stockend – vom Terror der Nazis gegen die Juden erzählt.

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