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Edemissen Kuklik: „Bio-AG hat keine Anzeige erstattet“
Kreis Peine Edemissen Kuklik: „Bio-AG hat keine Anzeige erstattet“
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20:00 22.11.2018
Dieses Foto einer Zauneidechse ist nach Aussage von Peta auf dem Baugebiet entstanden. Quelle: PETA
Edemissen

Am Mittwoch hat die Tierrechtsorganisation PETA in einer Pressemitteilung veröffentlicht, dass sie und die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim Strafanzeige gegen den Landkreis Peine und die Gemeinde Edemissen gestellt haben. Der Grund: Bei den Erschließungsarbeiten für das Baugebiet in Wipshausen werde nicht ausreichend Rücksicht auf die dort lebenden Zauneidechsen genommen.

Hans-Werner Kuklik, Vorsitzender der Peiner Bio-AG, betont nun jedoch, dass es seitens der Arbeitsgemeinschaft keine Anzeige gegeben habe. Man habe lediglich den Sachverhalt dargelegt. Ebenso seien keine Personen namentlich beschuldigt worden.

PETA ging von Anzeige aus

„Wenn die Staatsanwaltschaft von strafrechtlich relevanten Tatsachen erfährt, muss sie den Hinweisen nachgehen. Ich bin davon ausgegangen, dass eine Anzeige erstattet wurde“, erklärt Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei PETA auf Nachfrage der PAZ zu der Aussage in der Pressemitteilung, die Bio-AG habe die Gemeinde Edemissen und den Landkreis Peine angezeigt.

„Uns geht es um die Sache“, so Kuklik. Man habe wiederholt darauf hingewiesen, dass es im Plangebiet die streng geschützten Tiere gebe, leider sei die Gemeinde nicht zu Gesprächen bereit gewesen. Auch verweist er auf so genannte CEF-Maßnahmen beziehungsweise vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen. Dabei würde den Tieren eine nach ihren Bedürfnissen geplante Fläche zur Verfügung gestellt, so dass die Zauneidechsen diese aufgrund der höheren Attraktivität aufsuchen. Ein Umsiedeln der Tiere sei als letzte Maßnahme anzusehen.

Nachweis fehlt

Der Kartierer, der das Gebiet für das Gutachten mehrfach untersucht habe, habe nicht die relevanten Stellen begutachtet. Dies hatte die Bio-AG bereits im vergangenen Jahr den Behörden vorgeworfen. Auch sei vor Erschließungsbeginn nachzuweisen, dass es keine Tiere mehr auf dem Gelände gibt – so verlangt es das Bundesnaturschutzgesetz. Dies sei ebenfalls nicht erfolgt.

„Dennoch“, so Kuklik weiter, „möchte ich betonen, dass es uns nicht darum geht, das Baugebiet zu verhindern. Am liebsten wäre es uns, wenn wir doch noch zu einer gemeinsamen Lösung finden.“

Die Gemeinde Edemissen und der Landkreis Peine wollten am Donnerstag mit Verweis auf das laufende Verfahren keine Stellungnahme abgeben.

Von Antje Ehlers und Kerstin Wosnitza

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