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Kreisstraße 10 bei Plockhorst: Tunnel für Tiere

Plockhorst Kreisstraße 10 bei Plockhorst: Tunnel für Tiere

Ein bisschen haben beide gewonnen, die Naturschützer und der Kreis Peine: Sie zogen einen Vergleich vor dem Braunschweiger Verwaltungsgericht. Die „Aktion Fischotterschutz“ hatte gegen das Planfeststellungsverfahren für die Kreisstraße 10 geklagt. Die Plockhorster Straße kann nun gebaut werden.

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Darf voraussichtlich abgerissen werden: Die Brücke in Plockhorst über die Kreisstraße 10.

Quelle: cb

Edemissen-Plockhorst . Die ungeliebte Brücke über die Kreisstraße 10 in Plockhorst darf aller Voraussicht nach abgerissen werden. Allerdings muss der Landkreis als Ersatz einen Tunnel für die Tiere bauen, die bisher die Brücke als Überweg über die Kreisstraße genutzt haben.

Das ist im Wesentlichen der Vergleich zwischen dem Landkreis Peine und der „Aktion Fischotterschutz“. Die Naturschützer hatten gegen das Planfeststellungsverfahren geklagt. Gestern einigten sich beide Seiten vor dem Braunschweiger Verwaltungsgericht auf den Vergleich.

Zuvor hatte der Vorsitzende Richter Dr. Torsten Baumgarten Zweifel geäußert, dass der Landkreis hinreichend untersucht hat, welche geschützten Tierarten sich auf dem ehemaligen Bahndamm angesiedelt haben. Die Brücke verbindet die einzelnen Teile über die Kreisstraße. Im Zuge der Sanierung soll die Brücke abgerissen werden. Dagegen hatten die Naturschützer Einwände erhoben und letztlich vor dem Verwaltungsgericht geklagt.

Vor dem Gericht sagte der Landkreis zu, für die Tiere auf dem Damm einen sogenannten Tunnelrinnen-Durchlass zu bauen. Wie genau das Bauwerk angelegt werden soll, wird ein Experte von einem Sachverständigen-Büro vorgeben. Welches Büro dafür zurate gezogen wird, müssen beide Seiten noch verhandeln. Entsprechend ist der Vergleich auch unter Widerrufsvorbehalt geschlossen worden. Stichtag ist der 1. Juni 2010. Wenn beide Seiten bis dahin nicht von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen, darf die Straße gebaut – und die Brücke abgerissen werden.

Auch an die Fledermäuse ist bei dem Vergleich gedacht worden. Der Landkreis muss für die Tiere ein Ausweichquartier schaffen und sogenannte Leitlinien pflanzen, an denen sich die Fledermäuse orientieren können, wenn sie die Straße überqueren wollen. Zudem verpflichtet der Landkreis den Tunnelrinnen-Durchlass zu pflegen. Wie das genau vonstatten gehen soll, gibt wiederum das Sachverständigen-Büro vor.

Die Kosten des Verfahrens werden gegeneinander aufgehoben, sagte Richter Baumgarten im Gespräch mit der PAZ. Zudem erklärte sich der Landkreis bereit, einen Teil der direkten Gerichtskosten der Naturschützer zu übernehmen. Das Gericht empfahl beiden Seiten im beiderseitigen Interesse, den Vergleich anzunehmen.

pif

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