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Edemissen „Knochenbrecher“ für Pferd und Frau
Kreis Peine Edemissen „Knochenbrecher“ für Pferd und Frau
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08:00 05.12.2009
Sieht gefährlich aus, ist es aber nicht: Tamme Hanken renkt Cardoso ein. Quelle: cb
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Edemissen-Ankensen. Ganz ruhig fährt Tamme Hanken mit zwei Fingern der rechten Hand an Carismas Wirbelsäule entlang. Plötzlich weicht die Hannoveraner-Stute der Hand aus, will sich unter ihr wegducken: Der Pferdeheilpraktiker hat die Stelle gefunden, die Grund für Carismas schiefe Haltung ist. „In diesem Fall steht ein Wirbel in der falschen Position“, erklärt er.

Dann hebt er nacheinander alle vier Beine des neunjährigen Schimmels an, dehnt sie und zieht daran, wie man es von ihm aus dem Fernsehen kennt. Als charismatischer „XXL-Ostfriese“ demonstriert der stämmige 2,04-Meter-Hühne für den NDR seine Heilkünste vor der Kamera.

Auch Carisma kann er helfen. Nach der Behandlung führt Reiterhof-Betreiberin Nina-Christin Conrad die Stute, die im Reitschulbetrieb eingesetzt wird, noch einmal im Schritt auf und ab und lässt sie an der Hand rückwärts gehen. Selbst für einen Laien ist zu sehen, dass das Tier sich nun ganz anders bewegt. „Sie wird morgen wahrscheinlich Muskelkater haben, aber das ist normal. Jetzt kann sie erst mal ins Bett“, sagt er. Doch bevor Carisma wieder in ihre Box kommt, kontrolliert der mit Hanken gemeinsam angereiste Experte Lars Meyerhoff ihren Sattel. Der sitzt nicht optimal und sollte neu gepolstert werden. Ein Angebot macht er auch gleich, man kommt ins Geschäft.

Mit Toropek und Cardoso haben noch zwei weitere Pferde des Reiterhofs einen Termin bei Tamme Hanken. Die Vorgehensweise ist immer gleich: Erst Vorführen im Schritt und im Rückwärtsgehen, denn „im Trab sieht man zwar, mit welchem Bein das Pferd lahmt. Die Ursache dafür erkennt man aber nur im Schritt“, erklärt Hanken. Das Lahmen auf einem Bein sei oft aber nur die Folge eines ganz anderen Problems. Dann wird der Rücken abgetastet und das Pferd „eingerenkt“. Anschließend blickt Hanken noch ins Maul und in die Augen und gibt Tipps für die Ernährung oder Fragen der Haltung. Und auch der „Satteldoktor“ wird jedes Mal befragt.

Hanken und Meyerhoff haben viele Anregungen für die Pferdebesitzerin, aber auch ein dickes Lob: „So ordentliche Schulpferde sieht man längst nicht überall!“ Dann kommt man noch ins Plaudern und Nina-Christin Conrad erwähnt ihre eigenen Rückenschmerzen. „Das kriegen wir auch hin, hol mal eine Decke“, sagt Hanken. Und auf dem Fußboden der Reithalle wird auch die Pferdehalterin noch schnell behandelt, bevor es weitergeht. Die nächsten Patienten warten schon.

Tamme Hanken gilt als einer der besten Pferdeheilpraktiker der Welt. In Filsum bei Leer in Ostfriesland betreibt er eine Pferde-Reha, er behandelt aber auch andere Tiere und Menschen.

Kerstin Wosnitza

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