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Karl Gajetzky ist gestorben

Ehemaliger Eickenroder lebte zuletzt in Peru Karl Gajetzky ist gestorben

Am Samstag, 6. Januar, ist mit dem Tod des ehemaligen Eickenroders Karl Wilhelm Gajetzky ein ungewöhnliches Leben zu Ende gegangen. Zuletzt lebte er in Peru, wo er sogar Bürgermeister war.

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Karl Gajetzky mit seiner Frau Adele.
 

Quelle: Privat

Eickenrode.  Am 5. Januar starb Karl Gajetzky nach kurzer, schwerer Krankheit. Er wurde 76 Jahre alt. Zuletzt lebte Gajetzky in Abancay im südamerikanischen Peru, wo er Bürgermeister des Stadtteils Villa Ampay war. Noch bevor er in den Anden-Staat ausgewandert ist, hat er den Verein Chicos-Caridad-Cusco CCC (Kinder-Wohlfahrt Cusco) gegründet, der sich um alleinerziehende Mütter und deren Kinder kümmert (PAZ berichtete mehrfach).

In Eickenrode, wo der Bauingenieur fast 30 Jahre lang gelebt hat und Ortsbürgermeister war und wo der Hilfs-Verein viele Mitglieder hat, ist die Betroffenheit groß. Und auch in Peru sei die Anteilnahme überwältigend, sagte Gajetzkys Sohn Karsten gegenüber der PAZ. Am Dienstag findet dort eine Trauerfeier statt.

Sein Vater habe sich in den zehn Jahren, in denen er dort lebte, politisch und privat viele Freunde gemacht. „Der Deutsche ist unbestechlich“, hieß es in Peru – und das war durchaus als Kompliment gemeint. Sogar der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski habe kondoliert und einen Blumenstrauß geschickt, so Karsten Gajetzky.

Nach Peru verschlug es Karl Wilhelm Gajetzky dank einer Reise. Diese unternahm er, nachdem 2004 bei ihm Krebs diagnostiziert wurde und er sich daraufhin einen Kindheitstraum erfüllt hat: Er besuchte die Ruinen der Inka-Stadt Maccu Picchu. Seine Reisegruppe verunglückte mit dem Bus, Gajetzky musste längere Zeit in einem Krankenhaus in Peru bleiben und erfuhr viel Hilfsbereitschaft von der Bevölkerung.

Zurück in Deutschland gründete Gajetzky aus Dankbarkeit den Verein Chicos-Caridad-Cusco CCC. Immer wieder flog er in den Andenstaat und lernte schließlich seine Ehefrau Adele kennen. Er fasste dort Fuß, wurde zum Bürgermeister von Villa Ampay gewählt und kandidierte für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Abancay. Der Wahl ist nun der Tod zuvorgekommen.

Von Kerstin Wosnitza

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