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Jörg Knör begeistert Zuschauer in Edemissen

Auftritt des Parodisten Jörg Knör begeistert Zuschauer in Edemissen

Von Inge Meysel bis Heinz Erhardt: Jörg Knör ist der Meister der Parodie. Das hat der Entertainer am Samstag bei seinem Auftritt in der ausverkauften Aula der Realschule in Edemissen eindrucksvoll bewiesen.

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Udo-Lindenberg-Kopie: Parodist Jörg Knör trat in Edemissen auf

Quelle: Dirk Plasberg

Edemissen. Knör spielte Blockflöte und Saxofon, sang, lästerte, gestikulierte und tänzelte. Scheinbar mühelos holte der selbst ernannte „Filou“ durch Mimik, pointierter Sprachmelodie und scharfem Akzent über 30 Weltstars auf die Bühne. So sprachen Helmut und Loki Schmidt auf der Wolke über die Seebestattung („Du konntest das noch nie leiden, wenn ich überall meine Asche verstreue“). Auch Wum und Wendelin hatte Knör mitgebracht, schließlich war er jahrelang deren Synchronstimme und plauderte aus dem Nähkästchen, wie perfekt Altmeister Loriot war.

Stark auch die Parodien auf Karl Lagerfeld („Ab 80 ist die Prostata größer als das Ego“) und Reiner Calmund mit gewichtigen Problemen. Treffsicher die Ansprache als Gerhard Schröder, der jetzt täglich „Koreatabs“ nimmt und sein Verhältnis zu Russland rechtfertigt: „Ich kriech’ dem Putin in den Darm, dann habt ihr’s im Winter warm!“ Und dann rockte Udo Lindenberg die Bühne – so authentisch mit Perücke und Sonnenbrille, als sei er es wirklich. Dabei reichte ein Hut, ein Käppi (Otto) oder ein Schal (Charles Aznavour), um die Parodie zu unterstreichen.

Knör verlor sich charmant in seine Rolle als Unterhalter, sprang rasant zwischen den Themen, griff auch Aktuelles auf („Air Berlin war schneller fertig als der Flughafen“) und besang die Zukunft der Billigflüge mit der Vision, bald gebe es nur noch Stehplätze mit Haltegriff.

Mal ging er ins Publikum und spielte den Rosenkavalier – und er holt die jüngste Zuschauerin auf die Bühne. Larissa (12) bekam als Geschenk ihre eigene Zeichnung. Der 58-Jährige ließ Lieblinge wiederauferstehen, darunter Harald Juhnke, Rudi Carrell (einst Knörs Entdecker), Gilbert Bécaud und Udo Jürgens. Und als Zugabe die unvergessene Inge Meysel.

Zweieinhalb Stunden dauert die Knör-Show mit vielen Parodien und Doppeldeutigkeiten („Helene Fischers Fußfessel ist das Silbereisen“), witzigen Sprüchen („Manche Frauen tragen die Lippen so hoch, dass Herpes Höhenangst bekommt“) und einer gehörigen Portion Charme.

Von Dirk Plasberg

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