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Edemissen Interesse an der näheren Umgebung ist groß
Kreis Peine Edemissen Interesse an der näheren Umgebung ist groß
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22:00 23.04.2012
Hermann Dube (4.v.l.) erläutert den historischen Verlauf des Schwarzwassers. Links im Bild ist der ehemalige Ortsheimatpfleger Heinrich Hansen. Quelle: oh

Die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft und der Heimat- und Archivverein Edemissen hatten gemeinsam eingeladen. „Ich freue mich sehr, dass das Angebot auf so großes Interesse stößt“, begrüßte der Vorsitzende der Bio AG und Kreisnaturschutzbeauftragte Hans-Werner Kuklik die Gäste.

Hermann Dube, Edemisser Landwirt und ausgesprochener Kenner dieses Bereiches, führte fachkundig durch das Gelände. Unterstützt wurde er von Heinrich Hansen, Landwirt, ehemaliger Ortsheimatpfleger und langjähriger Vorsitzender der Teilungs- und Verkopplungsinteressentenschaft.

Historische und aktuelle Bewirtschaftungsweisen von Grünland wie auch Natur- und Landschaftspflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet kamen ausführlich zur Sprache. „Auch Nutzungskonflikte zwischen den Lebensräumen selten gewordener Wiesenvogelarten wie Kiebitz und Großem Brachvogel und der Landwirtschaft wurden nicht verschwiegen“, sagt Bartels.

Der Weg führte an den Hochwasserschutzmaßnahmen in Form der Rückhaltebecken südlich von Edemissen vorbei auf die ehemalige Bahntrasse. Hier wurde vor 90 Jahren beim Bau des Dammes der Lauf des Schwarzwassers. Jetzt folgt er bis zur Einmündung der Flöthe der stillgelegten Trasse.

Immer wieder hätten Teilnehmern Erinnerungen daran ausgetauscht, wie sie als Kinder Stichlinge („Stachelböcke“) gefangen hätten und sich nach dem Durchwaten des Baches die vielen Blutegel von den Beinen entfernen mussten, sagt Bartels.

Fachkundig beantworteten die Vertreter der Bio AG Fragen nach Tieren und Pflanzen und biologischen Zusammenhängen. Die interessante Exkursion endete an der Gemarkungsgrenze Stederdorfs an der Einmündung der Flöthe in das Schwarzwasser.

Anschließend fand noch ein gemütlicher Ausklang des Vormittags bei Kaffee und Kuchen in der Heimatstube „Zehntspeicher“ des Heimat- und Archivvereins statt.

Vertreter beider Vereine waren sich darin einig, die gemeinsamen Veranstaltungen im Herbst oder Frühjahr fortzusetzen.

wos