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Edemissen Im Tresorraum hat der Server seinen Platz: Sparkassengebäude wurde Ingenieurbüro
Kreis Peine Edemissen Im Tresorraum hat der Server seinen Platz: Sparkassengebäude wurde Ingenieurbüro
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23:00 29.08.2014
Die historische Aufnahme aus dem Archiv von Reinhard Bartels zeigt das Kreissparkassen-Gebäude als Neubau im Jahr 1937. Quelle: Reinhard Bartels
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Von außen sieht das Gebäude Am Osterberge 7 in Edemissen noch immer aus wie eine Kreissparkasse: Der Nachttresor und die Schiebetür sind noch vorhanden. Doch im Inneren hat sich einiges getan in dem Haus aus dem Jahr 1937. Heute beherbergen es die Firmen Niessink Bau GmbH, die Niessink Engineering GmbH für Finite Elemente Analysen, statische Berechnungen, Projektsteuerungs- und CAD-Software und die Niessink Bautechnik für Architektur e.K für moderne Bauprodukte, Energieausweise, Beratung und maßgeschneiderte Haus-Entwürfe.

„Unser Fimensitz war vorher an der Eltzer Drift, aber das Gebäude dort ist zu eng geworden“, erinnert sich Firmeninhaber Frank Niessink. Irgendwann hat er dann das Zu-Verkaufen- Schild am ehemaligen Sparkassengebäude gesehen. „Vorher war mir das große Haus nie aufgefallen.“ Nach einer Besichtigung war schnell klar, dass es Potential hat und nach Umbauarbeiten den Ansprüchen der Firma gerecht werden könne. So entschlossen sich Ulrike und Frank Niessink dazu, das Haus zu kaufen.

Doch bevor 2010 der Umzug stattfinden konnte, musste einiges modernisiert und umgebaut werden. „Unter anderem benötigten wir einen Schulungsraum. Dafür musste der Keller trocken gelegt werden“, denkt der Diplom-Ingenieur zurück. Außerdem habe das Gebäude eine Zeit lang während Umbauarbeiten in Peine für die dortigen Mitarbeiter als Notunterkunft gedient. „Daher waren hier viele kleine Büros eingebaut worden. Da wir im Team arbeiten, mussten wir diese wieder entfernen.“

Aber trotz Umbau sind auch im Inneren noch Elemente der Kreissparkassenfiliale vorhanden. So gibt es unter anderem noch den großen Kassenraum, der mittlerweile zum Großraumbüro wurde. Besonders beeindruckend ist außerdem der ehemalige Tresor mit der massiven Tür, der nach wie vor im Keller vorhanden ist. „Wir nutzen den Tresor heute als Server-Raum“, beschreibt Niessink.

Während der Umbauarbeiten entdeckten er und seine Mitarbeiter ein weiteres Relikt aus der Frühzeit des Gebäudes. „Wir haben eine versteckte Mappe gefunden, die aus der Zeit kurz nach Kriegsende stammt.“ Zu dieser Zeit waren die Schließfächer von Privatpersonen durch die Alliierten geöffnet worden, die Mappe enthielt eine Auflistung über die Funde. „Das war schon ganz amüsant. Denn in einem Privattresor befand sich ein Brautkleid - und in einem anderen Reizwäsche.“

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