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Edemissen Im Schulkeller duscht das ganze Dorf
Kreis Peine Edemissen Im Schulkeller duscht das ganze Dorf
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20:10 03.11.2009
Das Bild zeigt die Alvesser Schule in den Anfangsjahren. Quelle: privat
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Edemissen-Alvesse. „49 Schritte ging ich von der Haustür bis zur Schule“, erinnert sich Rudolf Aurich. Der pensionierte Lehrer kam 1956 gleich nach dem Studium ins Peiner Land, zunächst unterrichtete er am vorherigen Schulstandort in Voigtholz, seit 1959 dann in Alvesse. Die Geschichte des Alvesser Schulgebäudes kennt wohl keiner so wie er. Auch viele Unterlagen befinden sich in seinem Besitz in einem der beiden ebenfalls 1959 gebauten Lehrerhäuser, in dem er bis heute wohnt.
Schüler der ersten Stunde

Am kommenden Sonnabend 7. November, treffen sich die Schüler der ersten Stunde, um sich an ihre Schulzeit zu erinnern. Aurich hat die alten Klassenbücher aufbewahrt, auf deren Grundlage der „Schüler der ersten Stunde“ Horst Peemöller die meisten der ehemaligen Schulkameraden ausfindig machen konnte.

„Wegen Schützenfest duschen am Freitag“, hat ein Schüler einst sorgfältig auf das Blatt eines Zeichenblocks getuscht, das Aurich aufbewahrt hat. „Ja, so war das damals: Am Sonnabend kamen die Menschen aus dem Dorf in den Schulkeller, um dort zu duschen, natürlich nach Geschlechtern getrennt. Ein Badezimmer war in den Häusern noch längst nicht Standard“, erinnert sich Irene Ramm, geborene Peemöller, an ihre Kindheit. Sie ist in Alvesse zur Schule gegangen, Aurich war ihr Lehrer.

Etwa 60 Schüler aus Alvesse und Voigtholz waren es, die 1959 in die neue Schule gingen. „Ich war Klassenlehrer der Jahrgänge eins bis vier, in den Jahrgängen fünf bis acht habe ich Fachunterricht gegeben“, sagt Aurich. Unterrichtet wurde umschichtig. Die Jahrgänge drei und vier beispielsweise waren von sieben bis zehn Uhr in der Schule und wurden gemeinsam unterrichtet, danach kamen dann die Erst- und Zweitklässler. „Jahrgangsübergreifender Unterricht ist heute ja wieder modern. Früher war das Alltag“, sagt der 80-Jährige.

Während er den einen etwas erklärte, bekamen die anderen eine Stillarbeit. Wer aber zuhören wollte, konnte das natürlich tun. So erfuhren die stärkeren Schüler schon Neues, die schwächeren hatten die Chance, Stoff zu wiederholen. „Aber ich hatte so manche schlaflose Nacht, weil ich mir Gedanken über die Gestaltung des Unterrichts gemacht habe“, sagt Aurich und lacht.

Doch die zweiklassige Dorfschule war ein auslaufendes Modell. Seit 1965 war in dem Gebäude in Alvesse nur noch die Grundschule untergebracht, 1980 wurde der Schulstandort aufgegeben. Nur etwas mehr als 20 Jahre lang war das Gebäude also überhaupt eine Schule. Danach waren dort ein Archiv, eine Jugendgruppe und Asylbewerber aus dem Libanon untergebracht, inzwischen hat sich dort das Unternehmen Windstrom angesiedelt.

Der ehemalige Schulhof ist mittlerweile ein Parkplatz, doch die benachbarte Schulwiese ist immer noch Mittelpunkt des Dorfes. Hier wird zum Beispiel das Schützenfest gefeiert – geduscht wird vorher allerdings zu Hause.

Kerstin Wosnitza

„Wir brauchen den Bus, um mit den Kindern mit Behinderungen mobil zu sein“, sagt Sabine Habersaat, Leiterin der Integrations-Kindertagesstätte Schatzinsel. Die Einrichtung der Behindertenhilfe hat – ebenso wie die Wohnstätte Erich-Mundstock-Haus – einen Kleinbus von der Aktion Mensch bekommen.

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Die beiden großen Parteien im Ortsrat von Abbensen sind sich einig: „Es gibt in Abbensen keinen besseren Standort für einen Supermarkt“, sagen Ortsbürgermeister Ulrich Seffer (SPD) und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Giere (CDU) einmütig. Die Rede ist von der Fläche am Kreisel am Ortseingang von Abbensen an der L 320, aus Richtung Klein Oedesse kommend links.

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Gänsehaut konnte man bekommen am Freitagabend auf dem Friedhof von Abbensen, als Robert Ernst mit der Trompete am großen Kreuz feierlich „Ich hatt’ einen Kameraden“ intonierte. Mit dem Lied und einem Kranz ehrten die Abbenser Schützen anlässlich des 50. Geburtstages ihres Vereins die verstorbenen Schützenbrüder und Schützenschwestern. Mit Fackeln und Spielmannszugbegleitung waren sie in der Dunkelheit durch das Dorf gezogen, der Friedhof war eine Station des stimmungsvollen Umzugs.

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