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Igel bei lebendigem Leib angezündet

Tierquälerei Igel bei lebendigem Leib angezündet

„Was müssen das für Menschen sein, die so etwas tun!“ Als Tierärztin ist Dr. Caroline Spickschen aus Abbensen einiges gewohnt, doch das Schicksal eines Igels macht sie nun sprachlos. Er wurde von Unbekannten im Peiner Stadtpark in einen Papierkorb gesetzt und mit einer durchsichtigen Plastiktüte abgedeckt. Diese Tüte wurde dann angezündet.

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Reste der verschmorten Tüte kleben noch an den verkohlten Stacheln des Igels.

Quelle: privat

Edemissen-Abbensen . „Da wollte jemand das wehrlose Tier bei lebendigem Leibe verbrennen lassen. Das ist schwere Tierquälerei. Der Igel muss geschrieen und unglaubliche Schmerzen gelitten haben“, sagt Spickschen.

Zum Glück für das Tier sei das Plastik zwar geschmolzen, habe aber nicht getropft. „Die Stacheln sind verschmort und verkokelt und das Plastik klebt daran, aber die Haut auf dem Rücken ist unverletzt“, hat die Tierärztin diagnostiziert. Allerdings ist an der linken seitlichen Bauchwand die Haut verletzt, „ähnlich wie bei einem Sonnenbrand“. Das komme vermutlich von der Hitze, die der Mülleimer ausgestrahlt hat.

Als die Arbeiter des Bauhofes am Morgen den Abfallbehälter leeren wollten, hätten sie das verletzte Tier gefunden und ins Tierheim gebracht. Von dort aus wurde dann die Tierärztin informiert.

Nach der Behandlung fand der Igel ein vorläufiges Zuhause im Hühnerauslauf auf dem Praxisgelände. „Er ist schon erwachsen und wäre normalerweise ohne Hilfe durch den Winter gekommen. Das ist jetzt wohl nicht möglich. Die verschmorten Stacheln wachsen zwar nach, aber bis dahin hat das Tier ja keinen Schutz gegen Feinde und kann in der Natur wohl kaum überleben“, sagt Spickschen. Der Igel soll zwar draußen bleiben, darf aber im Schutz des Hühnerauslaufs sicher überwintern.

Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt. „Vielleicht hat ja jemand in der Nacht zu Mittwoch im Stadtpark etwas beobachtet und kann wichtige Angaben machen“, sagt Spickschen.

Die Peiner Polizei ist unter der Telefonnummer 05171/9990 zu erreichen.

Kerstin Wosnitza

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