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Edemissen Hügelgräber und eine Moorleiche
Kreis Peine Edemissen Hügelgräber und eine Moorleiche
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22:30 29.04.2013
Gleich geht es los: Die Teilnehmer der archäologischen Radtour mit dem Leiter der Exkursion, Thomas Budde (Mitte). Quelle: rb

„Dieses Mal ging es nicht um das Mittelalter, sondern um Fundstellen aus der vorrömischen Eisenzeit von 700 vor Christus bis Christi Geburt, der Römischen Kaiserzeit ab Christi Geburt bis 375 nach Christus und der Zeit der Völkerwanderung 375 bis 568 nach Christus“, berichtet der Heimatvereins-Vorsitzende Reinhard Bartels der PAZ.

Jedem Teilnehmer wurde zu Beginn ein sehr informativ gestaltetes 15-seitiges Papier ausgehändigt, woran jeder die über dreistündige Exkursion nachvollziehen konnte.

„Sehr fachkundig erläuterte Thomas Budde bereits am ersten Stopp am Hadenser Berg zwischen Abbensen und Eixe die verschiedenen Keramikformen aus den verschiedenen Epochen“, sagt Bartels. Aus diesem Gebiet sei eine auffallende Vielzahl archäologische Fundstelle bekannt.

Die Route stellte auch bis zum 19. Jahrhundert die Grenze der Gografschaft Edemissen zur Stadt Peine dar. Die weitere Tour gestaltete sich sehr abwechslungsreich durch Eixe mit bedeutenden Urnenfeldern und entlang des Eixer Sees mit Hügelgräbern.

Vermutlich 2000 Jahre alt war die Moorleiche aus dem Trentelmoor, die 1890 von einem Stederdorfer Bauern beim Torfstechen entdeckt wurde. Sie wurde schnell wieder „beigekuhlt“, also wieder an Ort und Stelle begraben.

Auch natürliche Teiche, etwa das „Maar“, der heutige Stederdorfer Dorfteich, lockten die Menschen an. In der Eiszeit waren es Jäger, die hier ideale Jagdgründe fanden - zumal das Fuhsetal als einer der Hauptwanderrouten späteiszeitlicher Rentierherden gilt. In der Steinzeit ließen sich dann Siedler nieder.

Die Teilnehmer bedankten sich bei Thomas Budde für diesen anschaulichen Geschichtsunterricht. „Wir wollen auch im nächsten Jahr in Zusammenarbeit mit Thomas Budde eine interessante Tour anzubieten“, verspricht Bartels eine Neuauflage.

wos