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Edemissen Heimatverein rettete Torbalken von Abrisshaus
Kreis Peine Edemissen Heimatverein rettete Torbalken von Abrisshaus
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18:01 09.01.2018
Reinhard Bartels (l.) und Joachim Liehr mit dem alten Torbogen des abgerissenen Fachwerkhauses, der auf das Jahr 1849 verweist. Quelle: Privat
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Edemissen

Nur noch Geschichte ist das alte Fachwerkhaus in Edemissen auf dem Grundstück Am Raffturm 5 (früher Edemissen No. 56) im alten Ortskern. Es hatte eine wechselvolle Geschichte hinter sich, bis schließlich im Spätherbst der Abriss-Bagger anrückte. In Vergessenheit geraten soll das Gebäude jedoch nicht: Der Heimat- und Archivverein Edemissen hat den alten Torbalken übernommen.

„Er soll restauriert werden und einen angemessenen Platz am oder im Zehntspeicher finden“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Reinhard Bartels. Ortsheimatpfleger Joachim Liehr hatte beim Baugeschäft Lütgering in Oberg nach dem alten Balken gefragt, der dem Verein gern überlassen wurde.

Die Geschichte des Hauses wurde von Liehr so genau wie möglich recherchiert. Dazu nutzte er das Buch „Die Bauern und Hausbesitzer mit ihren Vorfahren – Band 25“ aus dem Jahr 1938 und sprach mit den Zeitzeugen Hermann Dube, Rudolf Kemmer, Uta Fidomski, Doris Linde und Gerhard Schrader (alle aus Edemissen) sowie Delia de Pascalis (Didderse).

Der älteste Eintrag stammt von 1848. Besitzerin war Marie Sprenger, auf die auch die Balkeninschrift (Marie Christine Wilhelmine Springer – Anno 1949) hinweist. „Vermutlich war Marie Springer unverheiratet, da sonst gewöhnlich der Ehemann ebenfalls genannt ist“, erklärt Liehr. Die Namensungleichheit Sprenger/Springer geht wohl auf einen Übertragungsfehler zurück.

1875 werden Heinrich Meyer und seine Ehefrau (verwitwete Fricke) als Inhaber aufgeführt. Der erste Ehemann der Witwe Fricke hatte das Haus zu einem unbekannten Zeitpunkt gekauft. 1937 gehörte das Anwesen Gustav Giesecke und seiner Frau Alwine (geborene Fricke). Nach dem Tod ihres Mannes zog Alwine Fricke in den Raffturm zur Familie Seffers und später in ihren Alterswohnsitz zur Familie Schrader („Lutschen“ – vermutlich Ludwig – und Berta), gegenüber ihrem eigenen Haus, das vermietet wurde.

Alwine Fricke vererbte die Immobilie an Otto Bernhard Schrader, den Sohn von „Lutschen“ und Berta Schrader. 1948 heiratete der Erbe Elisabeth (Lisbeth) Thamm aus Schlesien und zog mit ihr in das Haus. Die Ehe von Otto Bernhard und Elisabeth Schrader blieb kinderlos.

Als Otto Bernhard Schrader 1984 starb, ging das Haus an Elisabeth über. Sie heiratete 2008 Helmut Reinhold Jahns, der das Haus 2010 von seiner Frau erbte. 2014 starb Jahns, so kam das Haus in die Hände seiner Enkelin Lenz de Pascalis.

Sie verkaufte es an eine ortsfremde Person (der Name ist bekannt), die es ihrerseits an die Baufirma Lütgering veräußerte. Diese riss es nun ab, auf dem Grundstück sollen drei Wohneinheiten entstehen.

„Laut Delia de Pascalis, Mutter der erbenden Enkelin, hätte man sich anders entschieden, wenn man hätte annehmen können, dass das Haus zum Abriss weiter verkauft würde“, sagt Liehr.

Von Kerstin Wosnitza

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