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Gibt es Zauneidechsen auf dem geplanten Baugebiet?

Wipshausen Gibt es Zauneidechsen auf dem geplanten Baugebiet?

In Wipshausen soll demnächst das Baugebiet „Braunschweiger Straße II“ entstehen. Von Anfang an gab es die Vermutung, dort könnten seltene und deshalb streng geschützte Zauneidechsen heimisch sein.

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Ist das Baugebiet das Zuhause von Zauneidechsen?
 

Quelle: privat

Wipshausen.  Das betreffende Areal war ein Jahr lang entsprechend untersucht beziehungsweise kartiert worden. Ein Zauneidechsen-Vorkommen wurde verneint.

Das Ergebnis dieses Kartierungsgutachtens stellt nun aber die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft infrage. „Wir sind der Meinung, dass nicht an den richtigen Stellen und nicht intensiv genug untersucht wurde“, erklärt Hans-Werner Kuklik, Sprecher der Bio-AG, der den Verdacht äußert, dass dem Kartierer die seinerzeit der Gemeinde bereits bekannt gemachten Vorkommen verschwiegen wurden.

Am 9. August sei der Fotonachweis einer auf dem Planungsgebiet festgestellten Zauneidechse gelungen. Zudem gebe es weitere Dokumente und Sichtbeobachtungsprotokolle.

„Im September haben wir uns mit der Aufforderung an die Gemeinde und auch direkt an die Ratspolitiker gewendet, das Gebiet noch einmal zu untersuchen – und zwar im dafür erforderlichen Zeitrahmen und von Personen, die absolut fachkompetent sind“, so Kuklik. Leider sei die Gemeinde darauf nicht eingegangen, sondern habe stattdessen die Umsetzung des Baugebietes weiter vorangetrieben. In der Ratssitzung am 25. September wurde der Bebauungsplan beschlossen.

„Die Beseitigung des Lebensraums einer streng geschützten Art ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine Ordnungswidrigkeit, bei vorsätzlichem Handeln sogar eine Straftat“, macht Kuklik deutlich. Inzwischen hat die Bio-AG beim Landkreis einen Antrag auf kommunalaufsichtliche Prüfung gestellt und behält sich weitere Schritte vor.

„Ich hoffe aber immer noch, dass die Gemeinde sich bereit erklärt, mit uns ergebnisoffen zu diskutieren, wie Baugebiet und Artenschutz in Einklang gebracht werden können. Ideen dazu gibt es“, sagt Kuklik.

Von Kerstin Wosnitza

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