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Gemein: Alleinerziehende von neun Kindern getrennt

Wehnsen: Entenfamilie in Not Gemein: Alleinerziehende von neun Kindern getrennt

Entenfamilie in Not: In Wehnsen hatten sich eine Mutter und neun Küken im Haus von Familie Kobbe verlaufen und die Kleinen wussten plötzlich weder vor noch zurück. Also rückten die beiden Oberkommissare Meik Demann und Jörg Iffarth von der Polizeistation Edemissen an und setzten alles daran, die offensichtlich Alleinerziehende mit ihren Küken wieder zusammenzubringen.

Edemissen-Wehnsen . Horst und Anita Kobbe aus Wehnsen hatten ohne Anmeldung Besuch bekommen: Eine Wildente schlüpfte mitsamt ihren neun Küken durch eine Klappe, die normalerweise von der Katze der Familie benutzt wird, in den Anbau des Hauses. Das Federvieh hüpfte und flatterte weiter in einen Schuppen und das erwies sich als fatal, denn die Kleinen konnten auf dem Rückweg eine große Stufe nicht überwinden, die vom Schuppen in den Anbau führt. Ratsuchend rief die gehbehinderte Anita Kobbe bei der PAZ an, die Polizei wurde informiert.

Zwischenzeitlich hatten Kobbes ihrer Katze Stubenarrest erteilt. „Die frisst doch sonst bestimmt die kleinen Entenküken auf“, sagte sich Horst Kobbe, genau wie seine Frau nicht so gut zu Fuß, sehr besorgt. Das galt es zu verhindern, und die in allen Lebenslagen erfahrenen Polizeibeamte schritten zur Tat. Als erstes wurde ein Garagentor geöffnet. Die Entenmama stürzte sofort mit lautem Geschnatter ins Freie, doch der schüchterne Nachwuchs wagte sich noch nicht aus seinem Versteck.

Die Polizisten bauten eine Rampe, um den Entchen den Aufstieg zum Anbau zu ermöglichen. Aber die Schräge wurde nicht angenommen, und so mussten eine für Kükenfüße angemessene Treppe konstruiert und zum Rückzug der Umstehenden geblasen werden. Das war der entscheidende Schachzug: Nach und nach kamen die Federbällchen aus ihrem Versteck hervor, purzelten irgendwie die Stufen hinauf und folgten ihrer Mutter.

Wieder in Freiheit ruhten sich alle erst einmal unter einem Busch aus, bevor sie im Entenmarsch auf dem Zeltweg in Richtung Wehnser See watschelten. Über den Verbleib des Entenvaters ist übrigens nichts bekannt.

bv

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