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Edemissen Gemein: Alleinerziehende von neun Kindern getrennt
Kreis Peine Edemissen Gemein: Alleinerziehende von neun Kindern getrennt
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12:00 09.07.2009

Edemissen-Wehnsen. Horst und Anita Kobbe aus Wehnsen hatten ohne Anmeldung Besuch bekommen: Eine Wildente schlüpfte mitsamt ihren neun Küken durch eine Klappe, die normalerweise von der Katze der Familie benutzt wird, in den Anbau des Hauses. Das Federvieh hüpfte und flatterte weiter in einen Schuppen und das erwies sich als fatal, denn die Kleinen konnten auf dem Rückweg eine große Stufe nicht überwinden, die vom Schuppen in den Anbau führt. Ratsuchend rief die gehbehinderte Anita Kobbe bei der PAZ an, die Polizei wurde informiert.

Zwischenzeitlich hatten Kobbes ihrer Katze Stubenarrest erteilt. „Die frisst doch sonst bestimmt die kleinen Entenküken auf“, sagte sich Horst Kobbe, genau wie seine Frau nicht so gut zu Fuß, sehr besorgt. Das galt es zu verhindern, und die in allen Lebenslagen erfahrenen Polizeibeamte schritten zur Tat. Als erstes wurde ein Garagentor geöffnet. Die Entenmama stürzte sofort mit lautem Geschnatter ins Freie, doch der schüchterne Nachwuchs wagte sich noch nicht aus seinem Versteck.

Die Polizisten bauten eine Rampe, um den Entchen den Aufstieg zum Anbau zu ermöglichen. Aber die Schräge wurde nicht angenommen, und so mussten eine für Kükenfüße angemessene Treppe konstruiert und zum Rückzug der Umstehenden geblasen werden. Das war der entscheidende Schachzug: Nach und nach kamen die Federbällchen aus ihrem Versteck hervor, purzelten irgendwie die Stufen hinauf und folgten ihrer Mutter.

Wieder in Freiheit ruhten sich alle erst einmal unter einem Busch aus, bevor sie im Entenmarsch auf dem Zeltweg in Richtung Wehnser See watschelten. Über den Verbleib des Entenvaters ist übrigens nichts bekannt.

bv

Kaum vier Wochen in der „Wohlfühlgemeinde“ Edemissen zu Hause und schon den Bürgermeister auf dem Grundstück: Dirk Gahre, Neubürger im Haus am Eichenweg/ Ecke Raffturm regt sich mächtig über die „Raser“ in der Tempo-30-Zone auf. „Ich will nicht warten, bis erst ein Kind umgefahren worden ist“, sagt der Sozialassistent. Bürgermeister Frank Bertram (parteilos) kam auf PAZ-Vermittlung zum Ortstermin und sah sich die Sache an.

08.07.2009
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Kinderbücher, Sachbücher, Romane, Bildbände, Lexika und antiquarische Raritäten – den Lesestoff gab es dieses Mal nicht ganz umsonst, aber fast: Die Kreisbücherei Edemissen hatte vor der vorübergehenden Schließung im Eingangsbereich der Realschule einen reichbestückten Bücherflohmarkt eingerichtet. Von dem Erlös sollen Hörbücher angeschafft werden.

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