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Flechten fühlen sich in Wipshausen wohl

Edemissen Flechten fühlen sich in Wipshausen wohl

Wipshausen. Auf dem Magerrasen-Biotop an der ehemaligen Bahnstrecke in Wipshausen lassen sich immer wieder seltene Pflanzen und Tiere beobachten (PAZ berichtete mehrfach). Aus der jüngeren Vergangenheit gibt es mehrere Beobachtungen, die die PAZ in einer kleinen Serie vorstellt. Im heutigen dritten und letzten Teil geht es um Flechten.

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Flechten sind faszinierende Doppelwesen aus Pilz und Alge. Das Exemplar auf dem Bild wächst in Wipshausen, ist aber noch nicht bestimmt.

Quelle: Karolin Henke

Flechten sind ein wenig merkwürdige Doppelwesen aus Pilz und Alge, und es gibt nur wenige Wissenschaftler, die sich darauf spezialisiert haben. „Ich habe mich überwiegend selbst in das Thema eingearbeitet“, sagt Harro Henke, der das Magerrasen-Biotop in Wipshausen betreut.

Die Bestimmung von Flechten ist nicht leicht und in der Regel per Foto oder Beschreibung nicht ohne Weiteres durchführbar. Um sicher zu gehen, sind chemische Versuche und Makroaufnahmen notwendig.

„Flechten brauchen einen extrem mageren Boden, wie sie ihn in Wipshausen vorfinden“, erklärt Henke. Entsprechend gibt es dort einen recht großen Bestand, der noch nicht erfasst ist. „Ich habe schnell gemerkt, dass ich da allein an meine Grenzen stoße“, sagt Henke. Insgesamt 26 Wissenschaftler habe er hinzugezogen, und sein Ansinnen stieß auf große Resonanz.

„Mir wurde bestätigt, dass es sich in Wipshausen um ein interessantes und schützenswertes Vorkommen handelt“, sieht sich der Naturfreund in seinen Bemühungen um das Biotop bestätigt.

Bereits bestimmt sind die Gesprenkelte Butterflechte, die in Kategerie drei der Roten Liste eingestuft ist und damit als gefährdet gilt, und die Pfriemen-Geweih-Flechte. Doch vermutlich wachsen auf der Fläche insgesamt fünf bis sechs Flechtenarten, die es noch zu erfassen gilt. Dazu bekommt Henke voraussichtlich wissenschaftliche Unterstützung.

wos

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