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Edemissen FDP-Generalsekretär zu Gast bei WindStrom
Kreis Peine Edemissen FDP-Generalsekretär zu Gast bei WindStrom
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06:17 15.09.2012
Der niedersächsichse FPD-Generalsekretär Dr. Gero Hocker (2.v.r.) besuchte gestern in Begleitung der Peiner FDP-Kommunalpolitiker (v.l.) Holger Flöge, Dr. Ralf Zornemann und (1.v.r.) Waldemar Hänsel die Firma WindStrom. Quelle: im
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Zunächst informierten Ralf Schmidt und Steffen Warnebold, zwei der Geschäftsführer von WindStrom, allgemein über das Unternehmen, über die Anfänge vor 20 Jahren und die derzeitige Situation mit insgesamt 110 Arbeitsplätzen und Projekten in mehreren europäischen Ländern.

Doch schnell ging es in die politische Diskussion, für die es zum Beispiel zu den Stichworten Erneuerbare-Energien-Gesetz und Energiewende reichlich Gesprächsstoff gab. Die Unterhaltung verlief sachlich und freundlich, dennoch fanden Schmidt und Warnebold, die mit der Energiegewinnung aus Strom ihr Geld verdienen, durchaus kritische Worte. „Für die Energiewende, die nach der Atom-Katastrophe in Fukushima übers Knie gebrochen wurde, fehlt eine vernünftige Konzeption“, sagte Schmidt.

Hocker stimmte dem zu und vertrat den Standpunkt, dass es zuvor mit der im Herbst 2010 von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke (gegenüber der 2000 von Rot-Grün getroffenen Vereinbarung zum Abschalten) ein tragfähiges Konzept zum Atomausstieg gegeben habe. Das sahen Schmidt und Warneboldt anders.

Weitere Punkte waren die Problematik des Ausbaus von Kapazitäten in der Windenergie beispielsweise durch Repowering, also das Ersetzen bestehender Windkraftanlagen durch effektivere Modelle, und die Problematik, dass Energie zwar gewonnen wird, aber noch kein Konzept besteht, wie sie zu transportieren oder zu speichern ist. Als Beispiel wurden hier die großen Offshore-Windanlagen in der Nordsee genannt.

Hocker machte geltend, dass die Politik für ihre Entscheidungen viele Interessen bündeln und berücksichtigen muss - und dass sich Entwicklungen gerade auch im technischen Bereich oft nicht voraussehen lassen. Er betonte, dass in der FDP niemand die Energiewende rückgängig machen wolle.

wos

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