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Etliche Kilometer Kanalrohr werden gereinigt

Mit Druck gegen Dreck Etliche Kilometer Kanalrohr werden gereinigt

„Herbstliche Pflegekur für das Kanalnetz – so könnte man die Maßnahme kurz zusammenfassen, die der Wasserverband Peine ab jetzt in der Gemeinde Edemissen und Uetze vornimmt“, sagt Sandra Ramdohr vom Wasserverband Peine. Binnen weniger Tage werden rund 15 Kilometer der Transportkanäle mit einem Wasser-Druck-Gemisch gereinigt.

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Der Wasserverbrauch ist gesunken – in den Kanälen setzt sich deshalb mehr Schmutz ab.

Quelle: Archiv

Edemissen. „Diese vorbeugende Maßnahme dient der Leitungspflege und beugt der Geruchsentwicklung vor“, erklärt Knut Hanko, Leiter Betrieb Abwasser beim Verband. Rund 8000 Euro kostet diese intensive Reinigung.

„Die sparsamen Haushaltsgeräte und Wasserspültasten haben zu einem deutlichen Rück­gang der Wasserverbräuche in den letzten Jahren geführt. Der durchschnittliche Verbrauch pro Person in Deutschland ist allein binnen der letzten Jahre von 125 Liter auf 120 Liter pro Tag gesunken“, so Ramdohr zum Hintergrund. Anfang der 1990er-Jahre seien es noch mehr als 140 Liter gewesen. „Damit ist das Ab­wasser heute quasi höher konzentriert, weil unser menschlicher Schmutz, den wir über Dusche, Waschmaschine, Geschirrspüler oder WC entfernen, in weniger Wasser gelöst ist“, so Ingenieur Hanko. Mit weniger Wasser setze sich in den Kanälen dann auch Schmutz ab, der in den ablaufenden biologisch-chemischen Prozessen zu Geruch- und Gasbildung beiträgt. „Das wollen wir vermeiden. Deshalb führen wir in regelmäßigen Abständen an neuralgischen Punkten Spülungen des Kanalnetzes durch. So jetzt auch in Edemissen und Uetze. Besonders im Blick haben wir dabei die Transportkanäle, etwa von Schwübling­sen und Katensen nach Dollbergen oder auch im Bereich zwischen Dedenhausen und Eltze sowie zwischen Blumenhagen und Edemissen.“

In diesem Herbst kommt erneut das sogenannte Comprex-Verfahren zur Rohrreinigung zum Einsatz. „Das ist hocheffektiv und kann auf Chemie verzichten. Der Clou ist die Kraft des Impulses, die hier genutzt wird“, erläutert Hanko. In einzelnen Abschnitten des Kanalrohrs werde gefilterte Luft impulsartig eingeleitet, die dann mit Wasser zusammen quasi kleine Reinigungseinheiten bilde und die Ablagerungen schonend vom Innenrohr löse. Durch den Impuls erhielten diese Luft-Wasser-Einheiten sehr große Kräfte, die den Schmutz verlässlich, aber dabei materialschonend ablösen. Dieses Schmutzgemisch werde abgesaugt oder über das Kanalnetz der nächstgelegenen Kläranlage zur Reinigung zugeführt. Kurzzeitig könne es bei der Kanalreinigung zu Geruchs-Freisetzungen im Kanal kommen, das sei aber die einzige Beeinträchtigung bei diesem naturnahen Verfahren.

Von Tobias Mull

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