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Erste Spritze mit Pferden aus Solschen geholt

Jubiläum in Mödesse Erste Spritze mit Pferden aus Solschen geholt

Die Feuerwehr ist in Mödesse aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Seit 75 Jahren setzen sich die Freiwilligen für die Sicherheit in ihrer Ortschaft ein. Ab heute wird der Geburtstag drei Tage lang gefeiert.

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Die Mödesser Kameraden im Jahr 2004 mit Freiwilligen aus anderen Wehren bei einer Übung zur Rettung Verletzter.

Quelle: Archiv: im

Edemissen-Mödesse. So ganz genau weiß keiner mehr, wie es zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Mödesse im Jahr 1934 kam. Das geht jedenfalls aus der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen hervor, die der Ortsheimatpfleger Jürgen Enders verfasst hat. Da das „Preußische Gesetz über das Feuerlöschen“ vom 15. Dezember 1933 für jeden Polizeibezirk eine leistungsfähige Feuerwehr vorschrieb, kam der Anschub wohl von außen. Erster Brandmeister war Erich Grove.

„Die erste, eine gebrauchte, Feuerwehrspritze mit Schläuchen wurde dann 1935 angeschafft“, ist in der Festschrift nachzulesen. Es sei eine Handpumpspritze gewesen, zu ihrer Bedienung waren acht Mann nötig. Spritze und Schläuche wurden für 300 Reichs-Mark von der Feuerwehr Solschen abgekauft und dort mit Pferden abgeholt. 1941 bekam die Wehr die erste Motorspritze. Sie war 21 Jahre lang im Einsatz.

Der erste sicher nachweisbare Einsatz ist für das Jahr 1936 oder 1937 vermerkt. Das Dachgeschoss des Arbeiterhauses auf dem Hof Grove brannte. Etwa ein Jahr später stand der dazugehörige Stall in Flammen.

„Eine große Bewährungsprobe der Mödesser Wehr“ ist ein Kapitel der Festschrift überschrieben, das sich mit einem Bomber-Angriff im Januar 1944 beschäftigt. Auf einem Foto aus dem Jahr 1947 sind die Auswirkungen des Bombenabwurfs noch zu erkennen.

1957 wurden eine neue Tragkraftspritze beantragt und der Bau eines Feuerwehrgerätehauses geplant. Bislang wurde ein Schuppen auf Groves Hof genutzt. Das neue Gerätehaus wurde in Eigenleistung gebaut, das Material stellte die Gemeinde Mödesse. 1962 bekam die Feuerwehr dann eine neue Spritze. Aber auch um andere Ausrüstungsgegenstände war es schlecht bestellt. „Binden, Äxte, Beile und Gasmasken mussten bei den Wettkämpfen geliehen werden. Anfang der 1960er-Jahre wurde das Material nach und nach beschafft“, ist in der Festschrift nachzulesen.

Im Jahr 1962 wurde noch mit einem Horn zum Alarm geblasen, 1964 wird zum ersten Mal der Sirenenalarm erwähnt und 1974 kam ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug in den Ort. Damit hatte die moderne Technik bei der Mödesser Wehr Einzug gehalten.

Die Mödesser Kameraden feiern den 75. Geburtstag ihrer Wehr mit einem Fest-Wochenende. Heute Abend ist Kommers, morgen Kameradschaftsabend mit Ball und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür am Feuerwehr-Gerätehaus.

wos

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