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Edemissen Erste-Hilfe-Kurs: "Nicht gaffen, sondern helfen"
Kreis Peine Edemissen Erste-Hilfe-Kurs: "Nicht gaffen, sondern helfen"
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22:30 24.07.2012
Lernten Erste Hilfe (von links): Melissa Bogen, Leona Aumann, Melina Riedel (vorn), Melanie Freytag und Filiz Neumann. Quelle: oh
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Gleich an zwei Samstagen trafen sich die Jugendlichen mit Meike Riedel, der Leiterin der Jugendrotkreuz-Gruppe Edemissen, um Sofortmaßnahmen am Unfallort zu erlernen.

Gemeinsam legten sie Verbände an, übten mit einem Dummy die Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage und probierten aus, wie bei einem verunglückten Motorradfahrer der Helm vorsichtig und zu zweit abgenommen wird. „Eine große Überraschung war übrigens für alle, wie schwer plötzlich ein bewusstloser Mensch sein kann“, erzählt Riedel. Kerstin Hohl vom Deutschen Roten Kreuz aus Peine erklärte den Jugendlichen, wie man Brandverletzungen, Knochenbrüche, Insektenstiche oder Sonnenstich richtig behandelt, wie man einen Notruf absetzt und wichtige Fragen der Notrufzentrale beantwortet.

Sie demonstrierte den Jugendlichen die stabile Seitenlage und weihte sie in das Geheimnis ein, wie sie die Rettungsdecke - das ist die große Folie mit einer silbernen und einer goldenen Seite - unter einem Verletzten ausbreiten, ohne ihn zu stark zu bewegen. Die Belohnung gab es dann zum Schluss: Stolz erhielten alle Beteiligten eine Bescheinigung.

Aber über eine Tatsache waren die Jugendlichen sehr wütend und auch traurig: Nämlich dass sehr viele Menschen, die einen Unfall beobachten oder entdecken, nicht zu Hilfe eilen. „Die stehen am Straßenrand und gaffen“, erklärte Melissa Bogen. „Wir hoffen, dass wir das Gelernte abrufen und anwenden können, wenn vor uns ein Verletzter Hilfe benötigt“, meinte Melanie Freytag.

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