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Edemissen Einmal durch die Beine und dann durch die Luft
Kreis Peine Edemissen Einmal durch die Beine und dann durch die Luft
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12:07 15.05.2009
Sportabzeichen-Auftakt in Edemissen: Menschen mit und ohne Behinderung stellen sich gemeinsam den Prüfungen. Quelle: Isabell Massel
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Edemissen. Kai-Uwe holt tief Luft, fasst den Medizinball mit beiden Händen, schwingt ihn einmal durch die Beine und wirft ihn dann mit aller Kraft so weit er kann nach vorne. „Toller Wurf“, lobt Ulla Vogel Kai-Uwe, für den die Teilnahme am Sportabzeichen etwas ganz Besonderes ist: Der junge Mann hat eine Behinderung.

Er besucht regelmäßig die Teestube für Menschen mit und ohne Behinderung im Jugendzentrum Edemissen. Mit Kai-Uwe sind gestern weitere 16 behinderte Menschen am Start. Ulla Vogel hat eine Extra-Ausbildung absolviert, um ihnen das Sportabzeichen abnehmen zu können. Einige Übungen – wie der Weitwurf mit dem Medizinball – weichen ein wenig von den allgemeinen Regularien ab, aber auch die Menschen mit Behinderung müssen fünf verschiedene Disziplinen absolvieren. Alle sind hochmotiviert, geben ihr Bestes und feuern sich gegenseitig an.

Und auch die anderen Sportler, die statt zum Medizinball zur Kugel greifen, bekommen motivationsfördernde Sprüche mit auf den Weg an die Wettkampfstätte. Insgesamt sind 70 Menschen auf die Sportanlage am Schulzentrum in Edemissen gekommen und versuchen, die Bedingungen für das Sportabzeichen in den Disziplinen Sprint, Weitsprung und Wurf zu erfüllen. Am Start ist neben Bürgermeister Frank Bertram, seinem allgemeinen Vertreter Norbert Ahlers, einigen Lokalpolitikern und anderen bekannten Edemissern und Gästen auch Landrat Franz Einhaus (SPD).

Landtagsabgeordneter Mathias Möhle gibt moralische Unterstützung. Er ist in Anzug und Krawatte erschienen. „Krempel doch die Hosenbeine hoch“, wird geflachst. Stützpunktleiter Kurt Balthasar und seine Helfer achten zwar darauf, dass nicht geschummelt wird, aber trotzdem steht bei allen der Spaß im Vordergrund. Es wird geplaudert, gelacht und gescherzt. Aber ausgelacht wird keiner – Dabeisein ist schließlich alles.

Kerstin Wosnitza

Mit einem Zischen saust der Schlägerkopf nach unten und trifft den Ball mit voller Wucht. Es macht plonk, und der Ball fliegt, fliegt und fliegt. Golfen liegt im Trend wie kein anderer Sport und macht riesigen Spaß – sogar das Üben.

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