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Edemissen Ein US-Amerikaner in Deutschland
Kreis Peine Edemissen Ein US-Amerikaner in Deutschland
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15:13 18.11.2016
Vor 50 haben sie sich verlobt: Edward Faust mit seiner Frau Helga 2016 daheim in Edemissen...
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Edemissen

Daher konnte er kürzlich per Brief an der Präsidentschaftswahl teilnehmen, auch wenn das Ergebnis nicht nach seinen Wünschen ausfiel.

„1963 war ich im hessischen Gießen als US-Soldat stationiert“, blickt der im Bundesstaat New York geborene Edward Faust zurück. „Eingezogen wurde ich zehn Tage vor der Kubakrise, von daher hatte ich Glück mit dem Ort, an den ich entsendet wurde.“ In Gießen lernte er auch seine spätere Frau Helga kennen, die an der dortigen Uni Pädagogik studierte - 1966 verlobte sich das Paar.

„Ich bekam 1969 eine Stelle als Lehrerin in Edemissen“, erklärt Helga Faust, ihr Mann ergänzt: „Und ich bin einfach mitgekommen.“ Im selben Jahr heirateten die beiden, was sich als gar nicht so einfach erwies: „Den Mitarbeitern der Standesämter in Edemissen und in Peine war der Aufwand zu groß, die Ehe zwischen Leuten mit verschiedenen Staatsbürgerschaften zu schließen. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen“, sagt Helga Faust. Also erfolgte die Eheschließung in Seesen. „Nach deutschem Recht hätte ich die US-Staatsbürgerschaft ablegen müssen, wenn ich die deutsche hätte annehmen wollen. Ich hätte gerne beide gehabt, aber das ging nicht“, erklärt Edward Faust.

1969 bewarb sich Edward Faust bei der Ilseder Hütte, wo er eine Stelle in der Datenverarbeitung annahm. „Die funktionierte damals noch mit Lochkarten“, erinnert sich der 76-Jährige. „Und ich war über die Arbeit zu 100 Prozent krankenversichert - das gibt es in Amerika so nicht. Viele Amerikaner wurden schon durch Krankheit in die Armut gezwungen.“

1977 wurde die Datenverarbeitung der Ilseder Hütte nach dem Zusammenschluss mit der Salzgitter AG nach Salzgitter verlegt, wo Edward Faust bis zur Rente arbeitete.

Seit 1975 leben Fausts in ihrem jetzigen Haus in Edemissen. Das Paar hat zwei Söhne: Während der eine in der Nähe blieb, zog der andere nach Frankfurt am Main. Als US-Amerikaner konnte Faust per Brief seine Stimme zur der Präsidentschaftswahl abgeben, die er via Internet-Radio verfolgte. Dass Trump gewann, gefällt Faust gar nicht: „Clinton wäre das geringere Übel gewesen, Trump geht gar nicht, er hat absolut kein Niveau. Er ist nicht kritikfähig und ein Egoist“, so Faust. Doch in einer Sache ist er optimistisch: „Trump kommt und geht. Ich aber bleibe - und zwar in Edemissen.“

dn

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