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„Jihad Baby“ begeistert Edemissener Schüler

Junges Schlosstheater Celle „Jihad Baby“ begeistert Edemissener Schüler

Beeindruckt zeigten sich die Schüler der Mühlenbergschule Edemissen vom politischen Stück „Jihad Baby“ des Jungen Schlosstheaters Celle. Das Theaterstück zeigt am Beispiel eines Jungen, der vom Salafismus beeindruckt ist, wie Jugendliche auf der Suche nach Sinn und Zugehörigkeit in radikalisierte Gruppierungen geraten können.

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Das Theaterstück „Jihad Baby" begeisterte die Edemisser Schüler in der Mühlenbergschule.
 

Quelle: privat

Edemissen.  Dank der Zusammenarbeit der Kreisjugendpflegerin Inge Will und der Lehrerin Britta Spickschen konnte das politische Stück in die Mühlenbergschule nach Edemissen geholt werden.

Die Geschichte von Daniel Ratthei erzählt komisch und zugleich packend von ganz gewöhnlichen Sehnsüchten, von dem Wunsch nach Respekt, nach Sinn und Zugehörigkeit. Das Stück wurde mit dem Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis Kaas & Kappes 2016 ausgezeichnet.

Unter der Regie von Uwe Dreysel ist das Stück in nur vier Wochen im September letzten Jahres einstudiert worden.

„Unglaublich“, staunten die Schüler hinterher angesichts des beeindruckenden Spiels des Schauspielers Alexander Prizkau, der über 75 Minuten die Zuschauer mit seinem großartigen Können in seinen Bann zog. Sehr überzeugend schlüpfte er in unterschiedliche Rollen, hielt Zwiegespräche mit der Freundin, stellte Auseinandersetzungen mit seinem Lehrer beklemmend echt nach und nahm das Publikum mit auf die Reise in die Welt der Salafisten, in deren Sog ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.

Ganz nebenbei erfuhren die Zuschauer, etwa 120 Schüler der 9. und 10. Klassen der Haupt- und Realschule der Mühlenbergschule sowie zehn Lehrer, was der Islam eigentlich bedeutet. Oft half die Musik noch die Wirkung des Mimen zu steigern. So reagierten die Schüler mit Kichern, Lachen, aber auch mit absoluter Stille.

Die Lehrer waren erstaunt, dass alle Schüler 75 Minuten konzentriert dem Stück lauschten. In vielen Szenen konnten sie sich in den inneren Monologen wiederfinden, wenn es darum ging verliebt zu sein, Null Bock auf Schule zu haben, bestimmte Lehrer nicht zu mögen und nach dem Sinn im Leben zu suchen.

Nicht weniger engagiert brachten sich nach dem Stück die mitgereisten Lehrer auf der Bühne ins Gespräch mit den Schülern ein. Die Dramaturgin Mona von Dreysel moderierte, die Theaterpädagogin Aline Osselmann und der Schauspieler Alexander Prizkau beantworteten Fragen.

Von Bernd Dukiewitz

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