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Ein Stromausfall und nette Nachbarn

Open-Air-Konzert Ein Stromausfall und nette Nachbarn

Wer meint, dass Kirchenmusik aus getragenen Orgelklängen und komplizierten Texten besteht, musste sich am vergangenen Sonnabend eines Besseren belehren lassen. In der Veranstaltungsreihe „Am achten um acht“ trat die Gruppe Kohelet im Garten der Oelerser Kapelle auf und bereitete den mehr als 100 Gästen einen entspannten Sommerabend. Der Regen hatte sich glücklicherweise vor Beginn des Konzerts verzogen und kam auch bis zum Ende nicht wieder.

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Einladung zum MItsingen: Sängerin Katrin Coordes (vorn) motiviert das Publikum.

Quelle: nic

Edemissen-Oelerse. „Ihr seid alle herzlich eingeladen mitzusingen“, forderte Sängerin Katrin Coordes die Zuschauer auf. Um das zu erleichtern, hatte die Gruppe die Refrains aller Lieder des Abends per Beamer auf eine Leinwand geworfen. Mit ihrer zauberhaft schönen Stimme intonierte Katrin Coordes die teils leisen, teils sehr poppigen Stücke und zog die Zuhörer von Beginn an in ihren Bann. Unterstützt wurde sie von Bandleader Reinhard Baier am Keyboard, Holger Manschwetus am Schlagzeug, Thomas Schote an der Gitarre und Bernd Strauch am Bass.

Einen kleinen Schreck in der Abendstunde gab es beim „Laudato si“. Plötzlich gingen die Schweinwerfer aus und die Lautsprecher verstummten. Da hatte wohl die komplexe Technik die Stromleitungen der Kirche überfordert. Kohelet zeigte umgehend Improvisationstalent und wurde dabei tatkräftig vom Publikum unterstützt. Alle sangen einfach weiter. Reinhard Baier schnappte sich kurzerhand eine Gitarre und mischte sich gemeinsam mit Katrin Coordes ins Publikum. Ganz ohne elektronische Unterstützung stimmten sie „Gottes Liebe ist so wunderbar“ an, um gleich darauf mit dem Spontanchor der Konfirmanden „Mercy is falling“ zu singen.

Danach gingen – zumindest kurzzeitig – die Lichter wieder an. Eine zweite Stromleitung zum Nachbarn hatte Abhilfe geschaffen. Leider reichte auch diese nicht für Verstärker und Schweinwerfer, sodass die Band schließlich ohne Licht weiterspielte. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Zu den Klängen von „Schick dein Gebet zum Himmel“ zündeten die Besucher Teelichter an und stellten sie ans vorn aufgestellte Kreuz – ein zauberhafter Anblick in der einbrechenden Dunkelheit. Eine Gebetskette und ein gemeinsames Vaterunser bildeten den gelungenen Abschluss des Konzerts. Pastorin Sabine Ahlbrecht segnete alle Besucher für die kommende Woche.

„Das war ein sehr schöner Abend mit einem tollen Konzert. Sie müssen auch noch nicht nach Hause gehen, sondern können noch ein wenig hier bleiben, etwas trinken und sich unterhalten“, lud Kirchenvorsteherin Rita Salgmann die Gäste ein.

Die während des Konzertes gesammelten Spenden gehen an das Haus der Zuflucht in Brasilien. Dort werden schwer kranke Menschen unterstützt, mit Essen und Unterkunft versorgt – beides ist in brasilianischen Krankenhäusern nicht üblich. Kohelet sammelt schon seit vielen Jahren Spenden für das Projekt.

Nicole Laskowski

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