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Edemissen will Schiedsamt aufteilen

Zu viele Streitfälle Edemissen will Schiedsamt aufteilen

Die Hecke zu hoch gewachsen, der Ast ragt über den Zaun: Es sind die klassischen Nachbarschaftsstreitigkeiten, um die sich Schiedsleute kümmern. Und die haben viel zu tun, besonders, wenn sie 14 Orte betreuen, so wie in der Gemeinde Edemissen. Dort sollen nun das Schiedsamt in zwei Bezirke aufgeteilt werden.

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Das Themenfoto zeigt eine Frau, die das Nachbargrundstück beobachtet. Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten kommen oft Schiedsleute zum Einsatz.
 

Quelle: Archiv

Edemissen. Die Idee dazu stammt von Wolfgang Borngräber. Der 69-Jährige ist seit 2013 stellvertretender Schiedsmann in der Gemeinde Edemissen und hat Schiedsmann Hans-Jürgen Vogel häufig bei seinen Terminen begleitet oder vertreten. „Herr Vogel hatte mit den 14 Ortschaften eine ganz schöne Last zu schleppen“, sagt der Wipshäuser. Turnusgemäß endet nun nach fünf Jahren die Amtszeit der Schiedsleute. Vogel möchte nach insgesamt 25 Jahren (PAZ berichtete) nicht mehr weitermachen, Borngräber will Schiedsmann bleiben und hat der Gemeinde den Vorschlag gemacht, das Schiedsamt aufzuteilen.

Er selbst will die Ortschaften Wipshausen, Rietze, Voigtholz-Ahlemissen, Blumenhagen, Alvesse und Mödesse betreuen. Edemissen, Oedesse, Abbensen, Oelerse, Eddesse, Wehnsen, Eickenrode und Plockhorst soll nach dem Vorschlag der Partei „Die Linke“ Regina Eggers übernehmen.

„So kann man sich die Arbeit teilen und sich bei Krankheit und Urlaub vertreten“, erklärt Borngräber. Zudem sei es auch von Vorteil für die Streitenden, da die zuständigen Schiedsleute die Gegebenheiten vor Ort wie auch die Menschen besser kennen würden. 50, vielleicht 60 Fälle bearbeiten die Schiedsleute in der Gemeinde Edemissen pro Jahr, schätzt Borngräber. Es ist kein einfacher Job. Partei für eine Seite ergreifen? „Nein, das geht nicht“, sagt der 69-Jährige. Aufgabe sei es nicht zu richten, sondern zu schlichten. „Wer zu uns kommt, muss damit rechnen, dass er kein Recht bekommt. Es geht um einen Kompromiss.“ Und wenn sich am Ende über den Gartenzaun zwei Streithähne die Hand reichen können, ist die Arbeit getan.

Die Politik muss der Neuordnung des Schiedsamtes und der Wahl der neuen Schiedsleute noch zustimmen. Als erstes ist der Ortsrat Eddesse an der Reihe, die Sitzung beginnt am Donnerstag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr in der Sportklause in Eddesse.

Von Mirja Polreich

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