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Edemissen Edemissen: Der Wipperhof ist 250 Jahre alt
Kreis Peine Edemissen Edemissen: Der Wipperhof ist 250 Jahre alt
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08:00 06.09.2018
Zum Denkmals-Tag öffnet der Wipperhof seine Türen. Das Gebäude stammt von 1768, wie eine Balkeninschrift belegt (kl. Bild). Quelle: Privat
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Edemissen

Als Veranstaltungsort weit über die Grenzen von Edemissen hinaus bekannt ist der Wipperhof an der Wipperstraße. Er wird sehr gern für private oder öffentliche Feiern, aber auch kulturelle Veranstaltungen genutzt. Das Gebäude stammt von 1768, wie eine alte Balkeninschrift belegt. Damit ist es 250 Jahre alt. Die Hofstelle selbst ist aber deutlich älter: Der Hofname wird schon 1564 im Viehkataster erwähnt. Seit über 300 Jahren ist die Hofanlage nachweislich im Besitz der Familie Meinecke.

Anlässlich des Tags des offenen Denkmals am Sonntag können sich Interessierte im alten Gebäude umsehen und viel Wissenswertes darüber erfahren. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Edemissen und dem Heimat- und Archivverein wurde ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt (siehe nebenstehenden Info-Kasten).

Schatz in der Region

Die Diele mit der „groot Dör“, der Futtergang, die Kammerfächer, die Wände mit Lehmputz – alles ist erhalten geblieben und wurde vor knapp 20 Jahren originalgetreu aufgearbeitet. Dafür gab es 2002 den Preis für Denkmalpflege der Sparkassenstiftung.

Mit Risikobereitschaft, Mut und nimmermüdem Engagement haben die „Wippers“, wie alte Edemisser sie immer noch nennen, das Haus des Wipperhofes vor dem Verfall bewahrt. Es sei „ein Schatz in der Region“, zitierte die PAZ damals anlässlich der Preisverleihung einen Redner.

500 000 Euro Investitionen

1768 wurde das niederdeutsche Hallenhaus erbaut, Mensch und Tier lebten darin unter einem Dach. Mittelpunkt des Lebens im Haus war für die Großfamilie das Flett, der hintere Teil der Diele, mit offenem Feuer, der Kochstelle. In der Stube und in den Kammern schliefen die Familienmitglieder in Alkoven, offen zur Diele hin stand links und rechts in der Kübbung das Vieh. Darüber waren das Kleinvieh und die Getreidegarben untergebracht.

1998 fiel der Startschuss für die Sanierung. Die Entscheidung dazu hatten sich die Besitzer, Christa und Heinrich Meinecke, nicht leicht gemacht – wohl wissend, was für einer Herausforderung sie sich damit stellten, zumal das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Etwa 500 000 Euro wurden investiert, aus mehreren Töpfen gab es Zuschüsse.

Von Kerstin Wosnitza

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