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Edemissen Dirk Brandes ist neuer Rektor der Grundschule Drachenstark
Kreis Peine Edemissen Dirk Brandes ist neuer Rektor der Grundschule Drachenstark
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10:00 13.09.2018
Dirk Brandes. Quelle: Dirk Plasberg
Edemissen

Dirk Brandes sorgt für frischen Wind in der Grundschule Drachenstark in Edemissen. Der neue Rektor hat jetzt mit Edemissen (neun Schulklassen) sowie der Außenstelle Wipshausen (vier Klassen) die Verantwortung für zwei Lehrerkollegien und insgesamt 250 Schüler übernommen. Sinkende Schülerzahlen machten diesen Schritt nötig, um die Konrektorenstelle zu erhalten. Im PAZ-Gespräch schildert Brandes, wie er beide Standorte noch besser miteinander verbinden kann und wie sich Schule verändert hat.

Standorte mehr miteinander verbinden

„Die Standorte müssen noch mehr miteinander verbunden werden, so dass es eine Schule wird. Möglich ist das mit gemeinsamen Projekten wie Musik, mit Whiteboards in Klassenräumen, wo wir gute Ideen in der digitalen Bildung entwickeln und sehen wollen, wie wir sie sinnbringend im Unterricht einsetzen“.

Um beide Schulen voranzubringen, teilt Brandes seine Präsenztage an beiden Standorten auf. In Wipshausen hat der 45-Jährige die vergangenen zehn Schuljahre gearbeitet.

Musikalische Grundschule

„Wir sind lange noch nicht fertig mit der Weiterentwicklung. Wipshausen ist als musikalische Grundschule zertifiziert. Ich möchte gerne die Musik in noch mehr Unterrichtsfächer integrieren, mit Rhythmus, Musical, klassischem Gesang und dem Erlernen von Instrumenten. Doch diese Projekte kann ich als Schulleiter nicht alleine machen, da muss das Kollegium begeistert mitziehen. Mal sehen, was sich auf Edemissen übertragen lässt“.

Ganztagsschule sinnvoll

Rückblickend sei die Einführung der Ganztagsschule eine sinnvolle Einrichtung. Sie ergänze das, was Vormittags geleistet werde. „Ich würde mir allerdings eine echte Ganztagsschule wünschen, die verpflichtend für alle Kinder ist, mit gemeinsamer Mittagspause und gemeinsamen Unterricht am Nachmittag. Dafür bräuchten wir auch mehr Lehrerstunden für den Ganztag. Mein Wunsch ist, ein Schulfach wie „Gesunde Ernährung“, den Umgang mit dem Internet oder Lebenspraxis anzubieten“.

Das gehe jetzt im Ganztag nicht, wäre aber wichtig. Denn bereits viele Grundschüler besitzen ein eigenes Smartphone. „Ich bin kein Technikmuffel, verteufele es auch nicht, aber sehe es kritisch, wenn Kinder uneingeschränkt Zugang haben. Man kann bei You Tube viel lernen, aber auch viel Unsinn anschauen. Deshalb müssen wir die Kids fit machen und sie in der Grundschulzeit darauf sensibilisieren“.

Start ins Schuljahr geglückt

Der Start ins neue Schuljahr sei geglückt, die Erstklässler in Wipshausen (23 Kinder) und Edemissen (55 Schüler) hätten sich gut eingelebt. In die Zukunft schaut Brandes auch mit einem guten Gefühl. „Beide Schulen sind gut aufgestellt.

Die Kollegen der weiterführenden Schulen haben uns bestätigt, dass sie mit unseren Grundschülern gut arbeiten können. Wir werden auch weiterhin den Lernstoff und den Standard zum Beispiel mit Referaten miteinander abstimmen, der übrigens deutlich über dem Standard anderer Schulen steht“, sagt Brandes selbstbewusst.

Anforderungen an Schüler gestiegen

Die Schule habe sich verändert, und auch was sie leisten müsse. Die Anforderungen an die Schüler seien auch gestiegen. „Ich sehe auch die Eltern die sich darauf ausruhen und sagen, das muss alles die Schule leisten. Sie hat schließlich einen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Aber es kommen auch unangenehme Wahrheiten auf den Tisch in Elterngesprächen“, weiß Brandes.

Denn Kinder erzählten oft nicht alles, was in der Schule gelaufen sei, und Eltern glaubten uneingeschränkt ihren Kindern. „Aber ich erwarte auch von den Eltern, sich vorstellen zu können, dass es auch einen anderen Kern der Wahrheit geben könnte. Das würde viel Druck rausnehmen und wäre hilfreich, wenn Eltern anerkennen, dass ihre Kinder Situationen anders wahrnehmen“, appelliert der Schulleiter an die gute Zusammenarbeit mit Eltern.

Von Dirk Plasberg

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