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Edemissen Der lange Weg zu „Tempo 30“ vor dem Seniorenzentrum
Kreis Peine Edemissen Der lange Weg zu „Tempo 30“ vor dem Seniorenzentrum
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08:00 29.06.2018
Die EInrichtungsleiterin und der Beirat, obere Reihe von links: Gabriele Lippert, Inge Schäfer, Christina Brandes und Harro Hein. In den Rollstühlen die Heimbewohner Wilfried Preuß und Ilse Sieber. Quelle: Thomas Freiberg
Oelheim

„Es gab oft Situationen an der Wendesser Straße, meist sind die Leute zu schnell gefahren“, schilderte Brandes. Viele Heimbewohner seien aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage, die Verkehrssituation beim Überqueren der Straße richtig einzuschätzen.

Daher fragte Brandes im März 2015 im Edemisser Rathaus nach, ob man Schilder aufstellen könnte, die Autofahrer zur Achtsamkeit auffordern. Allerdings ist für die entsprechende Straße der Landkreis zuständig, weshalb das Anliegen weitergereicht wurde.

Landkreis: „Keine besondere Gefahrenlage“

Im Juli 2015 wurde Brandes mitgeteilt, dass ein Anhörungsverfahren in die Wege geleitet werden müsse. Jedoch wurde der Antrag bald darauf abgelehnt, da bei der Wendesser Straße keine „besondere Gefahrenlage“ herrsche.

Katja Schröder von Landkreis Peine erklärte auf PAZ-Anfrage, das Verkehrsaufkommen sei an besagter Stelle für eine Kreisstraße nur gering gewesen, die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit habe bei 50 Stundenkilometern gelegen. Daraufhin sei ein „Fußgänger“-Schild an der Straße aufgestellt worden.

Da Brandes einige Zeit später auf einen neuen Gesetzestext aufmerksam wurde, der besagt, dass für eine Tempo-30-Zone nicht unbedingt eine besondere Gefahrenlage nachgewiesen werden müsse, wandte sie sich erneut an den Landkreis.

Änderungsverordnung zur Straßenverkehrsordnung

Schröder dazu: „Im Dezember 2016 trat die Änderungsverordnung zur Straßenverkehrsordnung in Kraft. Die Verwaltungsvorschrift hierzu wurde vom Bundesrat leider erst im Mai 2017 beschlossen. Vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr wurde den Verkehrsbehörden nahegelegt, die Anordnung von Tempo 30 vor sozialen Einrichtungen bis zum Inkrafttreten der neuen Verwaltungsvorschrift zurückzustellen. Beim Landkreis Peine wurde dies respektiert und entsprechend gehandelt.“

Im Dezember 2017 wurde dem DRK mitgeteilt, dass dem Antrag stattgegeben wurde, im Mai 2018 wurden die Schilder „Tempo 30“ und „Altenheim“ aufgestellt. „Ich freue mich zusammen mit dem Heimbeirat und den Angehörigen über die Verkehrsberuhigung. Leider hält sich kaum ein Autofahrer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit“, so Brandes. Schröder versprach: „Dem werden wir nachgehen und eine Seitenradarmessung durchführen.“

Von Dennis Nobbe

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