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Edemissen Der Pastor fuhr einst mit dem Kahn über den See
Kreis Peine Edemissen Der Pastor fuhr einst mit dem Kahn über den See
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21:45 27.07.2012
Heimatfreunde aus Edesse und Abbensen ließen sich zwei Stunden lang im Planwagen rund um Edesse fahren. Quelle: sz
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Die Kinder, die mitgefahren waren, hörten mit Interesse die Geschichten, die Landwirt Henning Giere und Ortsheimatpflegerin Adelheid Schmidt zu erzählen wussten. Und Gerd Boes, Heimatpfleger in Abbensen und einer der Einladenden, filmte eifrig mit. Aus dem Material soll eine DVD entstehen, die diejenigen kaufen können, die bei der Planwagenfahrt nicht dabei sein konnten.

„Die Edesser Seewiesen mit ihrer bis zu 22 Meter tiefen Moorschicht sind ein einzigartiges Kleinod im gesamten Landkreis Peine“, erklärte Giere. „Woher dieses Loch in der Erde kommt, ist bislang noch nicht geklärt. Möglicherweise ist es durch einen Meteoriten gerissen worden.“ Sicher scheint zu sein, dass es früher einen See in der Mitte des Gebiets gab, der langsam verlandete. „Mein Großvater hat mir erzählt, dass darin gut sichtbar ein Kahn verrottete, mit dem im 19. Jahrhundert der Edesser Pastor zusammen mit dem Kirchenvorstand jeden zweiten Sonntag über den See fuhr, um in Dedenhausen den Gottesdienst zu halten.“

Natürlich sei es den Kindern streng verboten gewesen, die Moorfläche mit ihren gefährlichen Tümpeln zu betreten. Aber sowohl Giere als auch Schmidt geben heute zu, dass sie das Verbot täglich missachtet haben: „Wir haben uns einen Spaß daraus gemacht, in den Moorlöchern einzusacken“, berichtet die Heimatpflegerin.

Giere erinnert sich an einen Mitarbeiter auf dem Hof seines Vaters, der in der Nachkriegszeit für eine Zigarette eine ausgewachsene Blindschleiche schluckte. Ganz geheuer seien ihm die Seewiesen mit ihrer typischen Moor- und Sumpfvegetation nie gewesen: „Einmal habe ich als Jugendlicher einen Molch herausgeholt und danach einen Karabiner.“

 sz

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