Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Der Pastor fuhr einst mit dem Kahn über den See

Edesse Der Pastor fuhr einst mit dem Kahn über den See

Edesse. Genau das richtige Wetter hatten die Heimatfreunde Edesse bei ihrer Landpartie rund ums Dorf. Mit einem Planwagen erkundeten sie das Naturschutzgebiet Seewiesen. Vor allem die älteren unter den insgesamt 14 Ausflüglern verbinden Kindheitserinnerungen mit dem Gebiet, das seit 1984 unter Schutz steht.

Voriger Artikel
"Flower Power" beim Dorffest in Oedesse
Nächster Artikel
Feuerwehr-Dusche für Ferienkinder

Heimatfreunde aus Edesse und Abbensen ließen sich zwei Stunden lang im Planwagen rund um Edesse fahren.

Quelle: sz

Die Kinder, die mitgefahren waren, hörten mit Interesse die Geschichten, die Landwirt Henning Giere und Ortsheimatpflegerin Adelheid Schmidt zu erzählen wussten. Und Gerd Boes, Heimatpfleger in Abbensen und einer der Einladenden, filmte eifrig mit. Aus dem Material soll eine DVD entstehen, die diejenigen kaufen können, die bei der Planwagenfahrt nicht dabei sein konnten.

„Die Edesser Seewiesen mit ihrer bis zu 22 Meter tiefen Moorschicht sind ein einzigartiges Kleinod im gesamten Landkreis Peine“, erklärte Giere. „Woher dieses Loch in der Erde kommt, ist bislang noch nicht geklärt. Möglicherweise ist es durch einen Meteoriten gerissen worden.“ Sicher scheint zu sein, dass es früher einen See in der Mitte des Gebiets gab, der langsam verlandete. „Mein Großvater hat mir erzählt, dass darin gut sichtbar ein Kahn verrottete, mit dem im 19. Jahrhundert der Edesser Pastor zusammen mit dem Kirchenvorstand jeden zweiten Sonntag über den See fuhr, um in Dedenhausen den Gottesdienst zu halten.“

Natürlich sei es den Kindern streng verboten gewesen, die Moorfläche mit ihren gefährlichen Tümpeln zu betreten. Aber sowohl Giere als auch Schmidt geben heute zu, dass sie das Verbot täglich missachtet haben: „Wir haben uns einen Spaß daraus gemacht, in den Moorlöchern einzusacken“, berichtet die Heimatpflegerin.

Giere erinnert sich an einen Mitarbeiter auf dem Hof seines Vaters, der in der Nachkriegszeit für eine Zigarette eine ausgewachsene Blindschleiche schluckte. Ganz geheuer seien ihm die Seewiesen mit ihrer typischen Moor- und Sumpfvegetation nie gewesen: „Einmal habe ich als Jugendlicher einen Molch herausgeholt und danach einen Karabiner.“

 sz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
7a85f416-d829-11e7-9deb-d9e101ec633c
Erster Schnee im Peiner Land

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag hatte sich eine dicke Schneedecke über das Peiner Land gelegt. Hier gibt es die besten Schnappschüsse...

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr