Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Edemissen Der Klima-Manager
Kreis Peine Edemissen Der Klima-Manager
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 20.07.2014
Der Klima-Manager Friedhelm Hiete vermittelt Edemisser Viertklässlern mithilfe von Strommessungen, wie hoch der Verbrauch verschiedener Geräte ist. Quelle: vl
Anzeige

Los ging es mit einem Experiment: Die Kinder nahmen die unterschiedlichen Geräte, die sie auftragsgemäß von zu Hause mitgebracht hatten, in Betrieb. Zwischengeschaltet war ein Stromzähler, der den Verbrauch in Watt anzeigte und auch gleich die Kosten für den Fall, dass das Gerät ein Jahr lang ununterbrochen läuft.

Fön und Wasserkocher verbrauchen ganz schön viel. Beim Ladegerät des Handys ist es sehr unterschiedlich - je nachdem, ob das Handy nur aufgeladen wird oder in Betrieb ist. Das Nachtlicht verbraucht nur ganz wenig Strom. Und bei der Nachttischlampe zeigt das Messgerät schon einen Verbrauch an, als sie noch ausgeschaltet ist.

„Das nennt man Standby-Verlust“, lernten die Kinder von Hiete. Allein durch dieses Phänomen wird in Deutschland Strom verbraucht, für dessen Gewinnung zwei Kraftwerke nötig sind.

„Die Erzeugung von Wärme kostet besonders viel Strom“, fasste Hiete zusammen. Die Erkenntnis, dass deshalb nur noch die Energiespar-Glühlampen benutzt werden sollen, die nicht warm werden, wenn sie leuchten, leiteten die Kinder selbst ab.

Wie man darauf kommen kann, wo Energie eingespart werden kann, hatten die Kinder schon in vorangegangenen Stunden mit dem Klima-Manager gelernt: beobachten, erkennen, handeln lautet die Faustformel, die an mehreren Beispielen gefestigt wurde.

Alle Viertklässler der Grundschule Drachenstark nehmen an dem Projekt mit dem Klima-Manager teil, in jeder Klasse ist er für fünf Schulstunden zu Gast. Themen sind unter anderem vernünftiges Lüften oder die korrekte Verwendung eines Heizungs-Thermostats. Dabei erklärt Hiete nicht nur. „Mein Ziel ist es, richtige Verhaltensweisen physikalisch und doch kindgerecht zu erklären und durch Versuche nachvollziehbar zu machen“, sagt er.

Das Konzept für die Unterrichtseinheiten hat er selbst entwickelt. Dabei greift er aber auf Angebote wie die „Energiesparkiste“ zurück, die vom Umwelt-Bundesamt angeboten wird.

Anzeige