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Der Deutz geht bis an seine Grenze

Treckertreff in Eddesse Der Deutz geht bis an seine Grenze

Schwungvoll fährt Jan Bodenstein mit seinem 55 PS-starken Deutz auf die Bahn. Die Männer vom MSC Eddesse befestigen den Zugschlitten am Traktor. Die grüne Fahne wird geschwenkt. Der Seershausener legt den Gang ein und treibt die Zugmaschine Meter für Meter voran: Treckertreff in Eddesse.

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Dieser Hanomag zieht und zieht: Je weiter es der Traktor schafft, desto mehr drückt das Gewicht auf den Zugschlitten. 1500 Zuschauer wollten diese Kämpfe in Eddesse gestern sehen.

Quelle: Ralf Büchler

Edemissen-Eddesse. Der Deutz zittert vor Kraft, doch bei 37,10 Meter ist für ihn und Jan Bodenstein Schluss. Trotzdem: Es bedeutet die Führung in der Gewichtsklasse bis maximal 3500 Kilogramm beim gestrigen 24. Treckertreff in Eddesse. Gestartet wurde in insgesamt acht Klassen.

Die Stimmung ist wieder hervorragend beim Treffen der Freunde von Oldtimer-Treckern auf dem Diekesberg-Gelände hinter dem Sportplatz in Eddesse. Rund 1500 Traktoren-Fans säumen im Laufe des Tages die Strecke, begutachten die ausgestellten Liebhaberstücke, fachsimpeln bei einem kühlen Hellen und genießen die lockere Atmosphäre. Die Kinder toben an der Hüpfburg und geben ihr Gespartes für Modell-Autos aus. Sehr beliebt sind auch die Treckerplanwagen-Fahrten durch die Eddesser Feldmark, die die Organisatoren wieder ins Programm genommen haben.

„80 Trecker mit Besatzung sind zu unserer Veranstaltung angereist“, sagt Henning Köhler vom Motor Sport Club Eddesse. 63 davon gingen an den Start, die übrigen stellten ihre betagten Knatterkisten aus. Es wird vermutet, dass der Wettkampf nicht ihr Ding ist. Vielmehr putzen und schrauben diese Treckerfreunde lieber an ihrem Gerät herum und fahren langsam damit spazieren.

Damit die Wettkampfteilnehmer gute Bedingungen vorfinden, haben die Mitglieder des Motor Sport Clubs Eddesse die 50 Meter lange Bahn mit sechs Fudern Lehmboden präpariert. „Unser Sandboden hier hätte das sonst nicht mitgemacht“, erklärt Vorstandsmitglied André Schneegans, der mit informativen und sachkundigen Ansagen die Zuschauer über das Zugschlittenturnier auf dem Laufenden hält. Das Begradigen der Bahn zwischendurch geht dieses Jahr wesentlich schneller als sonst. „Wir haben jetzt hinten und vorn an der Zugmaschine eine Schleppe montiert“, macht Köhler deutlich, „das spart viel Zeit.“

In allen Klassen können die Schlepperfahrer Pokale für die Plätze eins bis drei erringen. Außerdem gibt es noch Sonderpreise. So erhält Rouven Müller den Pokal für den ältesten teilnehmenden Traktor. Der Rautenberger fährt einen Hanomag R 40 aus dem Jahr 1946. Für die weiteste Anreise wird der Traktor-Pulling-Club aus Warendahl bei Hameln ausgezeichnet.

Eine kleine Umfrage am Rand des Spektakels ergibt: „Hier ist alles gut“, sagt die elfjährige Sabine Mönkemeyer aus Wehnsen. „Die Trecker sind so toll“, wird ihr achtjähriger Bruder Jan etwas genauer. Und eigentlich ist damit alles gesagt.

Brigitte Vogel

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