Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Edemissen Das kleine Dorf mit dem großen Kartoffelfest
Kreis Peine Edemissen Das kleine Dorf mit dem großen Kartoffelfest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:13 06.07.2017
Ingrun Hering-Hacke (v.l.), Jörg Wolters (Ortsrat), Uwe Thiesing und Klaus-Jürgen Hacke vor dem Landjugendheim, das die Wehnser nach einem Brand in Eigenleistung wieder aufgebaut haben.   Quelle: Tanja Hoffmann
Anzeige
Wehnsen

 So klein der Ort Wehnsen ist, so bekannt ist er auch: Mit gleich zwei touristischen Zielen zieht das 500-Seelen-Dorf im Peiner Nordkreis Jahr für Jahr Tausende Besucher an: Zum einen bietet der Wehnser See optimale Naherholungs-Möglichkeiten, zum anderen ist das Wehnser Kartoffelfest im September weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.

Der Wehnser See bietet optimale Naherholungs-Möglichkeiten. Unter anderem darf dort gebadet werden. Deshalb ist er gerade jetzt in den Sommermonaten ein beliebtes Ausflugsziel nicht nur für Edemisser Bürger. Quelle: Tanja Hoffmann

Allerdings hat Wehnsen noch allerhand mehr zu bieten: „In der Straße Vor den Wiesen stehen zahlreiche Fachwerkhäuser aus den Jahren 1509 bis 1828, die allesamt äußerst gut erhalten sind“, weiß Klaus-Jürgen Hacke, der in Wehnsen groß geworden ist und sich mit der Geschichte des Dorfes bestens auskennt.

Besonders stolz ist man in Wehnsen auf das Haus Baujahr 1509. Klaus-Jürgen Hacke weiß darüber zu berichten: „Es handelt sich dabei um ein Zweiständerbau. Bei der Sanierung wurde das Baujahr mithilfe einer Kohlenstoffanalyse ermittelt.“ Quelle: Tanja Hoffmann

Zwischendrin gibt es mittlerweile das eine oder andere Fachwerkhaus neueren Baujahres. Sie alle integrieren sich aufgrund ihrer Erscheinung aber harmonisch in die Reihe ihrer historischen Nachbarn.

Die Kapelle ist für die heutige Einwohnerzahl viel zu klein. Deshalb wird improvisiert: Der Weihnachtsgottesdienst beispielsweise findet seit Jahren in Arthur Mohwinkels Scheune statt, die mittlerweile zu einer festen Instanz geworden ist. Quelle: Tanja Hoffmann

Auch die Kapelle wurde in Fachwerkbauweise errichtet. Zunächsverfügte das Gotteshaus noch über keinen Turm. „Es wird erzählt, die Glocke habe im Apfelbaum gehangen“, berichtet Einwohnerin Marlies Havekost. Einen Turm und eine Erweiterung erhielt das 1701 gebaute Gebäude erst 1915.

Auch in neuerer Zeit wurde in Wehnsen gebaut – und zwar am Landjugendheim. „Dieses fiel einem Brand zum Opfer. Ein Eigenleistung haben wir es wieder aufgebaut“, so Ortsbürgermeister Uwe Thiesing. Das war auch dringend nötig, denn der Ort benötigt den Raum für zahlreiche Aktivitäten, zum Beispiel für gut besuchte Silvesterfeiern.

„Die Feiern werden seitens der Einwohner organisiert. Das ist das Besondere hier im Dorf. Wenn etwas angeboten wird, ist sofort Zuspruch da. Und es findet sich auch immer jemand, der die Organisation in die Hand nimmt.“

Eingestellt werden musste hingegen der beliebte „Fastelabend“ – eine Mischung aus Karneval und Bürgerversammlung − am Tag nach Rosenmontag. „Seit das Gasthaus Heuer geschlossen wurde, fehlt ein Raum in passender Größe“, so Thiesing. Bis zu 160 Menschen hatten an der Veranstaltung teilgenommen.

Nächstenliebe bewiesen die Bewohner des Nordkreisdorfes, als im Zuge der Flüchtlingswelle fünf Sudanesen im ehemaligen Schulgebäude einquartiert wurden. Auch hier fanden sich Menschen, die die Organisation von zum Beispiel Fahrrädern und Fußballvereins-Mitgliedschaften in die Hand nahmen. „Besser kann Integration nicht sein“, ist sich Thiesing sicher.

Direkt neben dem Wasserwerk, das den Nordkreis mit Wasser versorgt, wurde die Pumpstation des Wehnser Beregnungsverbandes errichtet. „Damit können wir die auf unseren sandigen Böden so wichtige Beregnung sicherstellen.“ Quelle: Tanja Hoffmann

Stolz sind die Wehnser auch auf eine – nach den Worten von Klaus-Jürgen Hacke – einzigartige Kooperation. Direkt neben dem Wasserwerk des Wasserverbandes Peine, das den Nordkreis mit Wasser versorgt, wurde die Pumpstation des Wehnser Beregnungsverbandes errichtet. „Auf diese Weise können wir die auf unseren sandigen Böden so wichtige Beregnung sicherstellen.“

Von Tanja Hoffmann

Seit 2014 gibt es in Edemissen das Förderprogramm „Jung kauft Alt – Junge Menschen kaufen alte Häuser“. Dabei wird der Kauf von Häusern, die vor 1970 gebaut wurden, bezuschusst.

04.07.2017

Zu einer Andacht mit anschließender Diskussion luden am Sonntagvormittag die Gemeinden von Edesse, Abbensen und Oelerse in die Oelerser Kapelle ein. Bei der leider nur mäßig besuchten Veranstaltung sprachen die Anwesenden über die zukünftige Gestaltung christlicher Gemeinden.

03.07.2017

„Oppermanns Mühle“ soll auf Vorschlag des Ortsrats die neue Straße heißen, die im Baugebiet „Am Abbenser Wege“ entstehen wird. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen. Was es mit der Straßenbezeichnung auf sich hat, weiß Edemissens Ortsheimatpfleger Joachim Liehr, von dem auch der Namensvorschlag stammt.

30.06.2017
Anzeige