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Edemissen Blau-gelb für den besten Draht zum Pferdehirn
Kreis Peine Edemissen Blau-gelb für den besten Draht zum Pferdehirn
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23:00 01.11.2013
Ob durch Pylonen oder „enge Gassen“, Reiter und Pferde blieben immer ruhig. Quelle: oh
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„Diese Trainingsmethode gibt es seit zehn Jahren. Sie ist inzwischen bei Experten hoch geschätzt und hat nichts mit Pferdeflüsterei zu tun“, sagt Meier, die seit 2010 die Trainerlizenz besitzt. Vielmehr ginge es darum, das natürliche Ungleichgewicht des Pferdes zwischen dessen linkem und rechten Auge und den Gehirnhälften auszugleichen.

Pferde sehen mit dem linken Auge ein anderes Bild als mit dem rechten. Gefahren werden bei 99 Prozent der Pferde mit dem linken Auge, dem sogenannten Sicherheitsauge, erfasst. Das rechte „Fluchtauge“ ist für den Fluchtweg zuständig. Da beide Gehirnhälften nur begrenzt miteinander kommunizieren, erfolgt Flucht instinktiv, wenn auf dem rechten Auge eine Situation eintritt, zu der kein Bild mit der Information „gefährlich/ungefährlich“ abgerufen werden kann.

Bei diesem Verhalten der Pferde setzt die Dual-Aktivierung an, um die Gelassenheit des Pferdes zu fördern. Durch die Arbeit mit den Farben Gelb und Blau werden dem rechten und dem linken Auge Reize vermittelt, die die Kommunikation beider Gehirnhälften erleichtern sollen. Komplettiert wird das Training durch ständige Richtungswechsel, indem an „Hindernissen“ und Gassen aus gelben und blauen Planenschläuchen und Pylonen vorbeigeritten werden muss - immer aber individuell abgestimmt auf das jeweilige Team zwischen Mensch und Pferd.

„Mein Pferd läuft normalerweise Distanzritte bis zu 80 Kilometern und ist im Ziel immer noch hibbelig“, sagte Teilnehmerin Kerstin Martin aus Hillerse. Nach der Einheit Dual-Aktivierung sei ihr Pferd jedoch wegen der für das Pferdehirn anstrengenden Übungen „völlig erledigt“ - und zwar im positiven Sinne.

rd

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