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Beim Dorfspaziergang wurden Erinnerungen wach

Wehnsen Beim Dorfspaziergang wurden Erinnerungen wach

Klaus-Jürgen Hacke nahm 50 Interessierte mit bis zurück ins Jahr 1835. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Dorfarchiv, und es gab viel zu erfahren.

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Aufmerksame Zuhörer: Gut 50 Wehnser Bürger begleiteten Klaus-Jürgen Hacke (mit Stock) beim winterlichen Dorfspaziergang, der sie zurück in das Jahr 1835 führte.

Quelle: privat

Wehnsen. Mit einer gelungenen Aktion eröffnete der Arbeitskreis Dorfarchiv Wehnsen das Jahresprogramm 2018: Mehr als 50 Gäste aller Altersstufen waren der Einladung zum Winterspaziergang im alten Dorfkern gefolgt.

Klaus-Jürgen Hacke, mit inzwischen 85 Jahren ein echter Zeitzeuge und außerdem ein Wehnser Urgestein, zog die Gruppe mit Geschichten rund um die Hofstellen Nummer 1 bis 8 in seinen Bann. „Mehr Höfe gab es um das Jahr 1835 hier in Wehnsen nicht, und es existiert heute auch nicht mehr jedes Gebäude. Wir hatten Brände, manche Bauern gingen Pleite, die großen Hofstellen wurden aufgeteilt, verpachtet oder umgewidmet“, erklärte der Dorfhistoriker.

Im alten Ortskern gibt es viele Eichen, die mehr als 100 Jahre alt sind

Dafür entstanden im alten Wehnser Dorfkern in den letzten 30 bis 40 Jahren einige Fachwerk-Wohnhäuser, bei denen sich der vor 200 Jahren übliche Zwei-Ständer-Baustil mit modernem Wohnkomfort vereinigt. Hacke verstand es, die Spaziergänger immer wieder auf Besonderheiten an Balken, Giebeln, Scheuen, Toren, Straßen und Wegen hinzuweisen, die sofort in Augenschein genommen werden konnten. Die einmalige Kombination aus Hören und Sehen sorgte dafür, dass vieles hängen blieb und häufig spontan von den heutigen Besitzern der Häuser ergänzt wurde.

Die Alte Schule, wo das Archiv unterbracht ist, platzte nach dem Dorfspaziergang aus allen Nähten. Bei Kaffee und Kuchen tauschten die Wehnser lebhaft Erinnerungen aus, die Hacke beim Rundgang wachgerufen hatte.

Und er verkündete gleich noch einen Rekord für den 500-Seelen-Ort im Peiner Nordkreis: „Im alten Dorfkern mit den einst acht Hofstellen stehen 48 Eichen, die über 100 Jahre alt sind. Das ist gemessen an den heute dort lebenden Bewohnern die größte Pro-Kopf-Quote alter Eichen im gesamten Peiner Land.“

Von Kerstin Wosnitza

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