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Edemissen Baumkrone bricht aus „heiterem Himmel“ ab
Kreis Peine Edemissen Baumkrone bricht aus „heiterem Himmel“ ab
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23:01 19.05.2009
Zurzeit darf niemand unter die Bäume treten: Dagmar Falkenhagen und Pastor Hartmut Seelenbinder mit dem Hinweiszettel. Im Hintergrund ist die abgebrochene Kopflinde zu sehen. Quelle: wos
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Edemissen-Wipshausen. Die Lindenallee auf dem Friedhof in Wipshausen ist mit rot-weißem Absperrband gesichert, auf Zetteln wird davor gewarnt, den Bäumen zu nahe zu kommen. Hintergrund: Die Krone eines der Bäume ist im wahrsten Sinne des Wortes „aus heiterem Himmel“ einfach abgebrochen. „Es war an dem Tag nicht besonders windig. Das war ein kleiner Schock für uns und wir sind nur froh, dass zu dem Zeitpunkt niemand unter dem Baum stand und die Krone auf den Kopf bekommen hat, zumal am Fuße der Linde sogar eine Bank stand“, sagt Wipshausens Pastor Hartmut Seelenbinder.

„Wir haben natürlich sofort einen Fachmann zu Rate gezogen“, ergänzt die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Dagmar Falkenhagen. Das Ergebnis war ernüchternd: Jede einzelne der insgesamt 18 Kopflinden ist innen hohl oder morsch und kann jederzeit abbrechen. Die gesamte Allee muss so bald wie möglich abgeholzt werden. Es wurden bereits Fachfirmen um Kostenvoranschläge gebeten.

Die Linden sind in diesen Zustand geraten, weil sie als Kopfbäume geschnitten wurden. „Oben drauf war immer eine Fläche, auf der das Regenwasser stand“, erklärt Seelenbinder. Dadurch sei eine Mulde entstanden, in der sich wiederum noch mehr Wasser sammeln konnte. So wurden die Bäume nach und nach innen hohl.

„Wir sind sehr traurig, dass diese Schöne kleine Allee, die den früheren Hauptweg des Friedhofs säumt, fallen muss,. Wie alt sie genau ist, konnten wir nicht ermitteln, aber viele Wipshäuser erinnern sich, dass sie schon vor 60 Jahren mit ihren Großeltern auf dem Friedhof durch die Allee gegangen sind, um auf dem Gräbern die Pflanzen zu gießen“, sagt Falkenhagen.

Die Bäume sollen durch neue ersetzt werden. „Wir wollen wieder Linden pflanzen, die dann aber etwas weiter auseinander stehen sollen, damit sie sich besser entwickeln können. Und sie werden nicht als Kopfbäume geschnitten, damit sich das Problem nicht wiederholt. „Allerdings kosten die Bäume Geld. 160 bis 180 Euro muss man schon einrechnen. Das kann die Kirchengemeinde nicht so eben aufbringen. Deshalb hoffen wir auf Spender, die vielleicht einen ganzen Baum oder auch nur einen Teil finanzieren“, sagt Seelenbinder.

Kerstin Wosnitza

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