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Auf dem Bio-Hof gibt es ein Zuhause für Stare

Voigtholz Auf dem Bio-Hof gibt es ein Zuhause für Stare

Rund 50 Starenkästen nennt Ulf Lahmann sein Eigen. Geblitzt wird damit aber niemand. Der Bio-Bauer aus Voigtholz hat auf seinem Gelände dem Vogel des Jahres 2018 ein wahres Paradies geschaffen.

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Der Star gilt laut Roter Liste als gefährdet ist Vogel des Jahres 2018. Auf dem Bio-Bauernhof von Ulf Lahmann gibt es insgesamt rund 100 Nisthilfen.
 

Quelle: epd/Thomas Freiiberg

Voigtholz.  Stare sind Koloniebrüter, vertragen also die unmittelbare Nachbarschaft ihrer Artgenossen gut, im Gegensatz zur Singdrossel, die ein Revier von rund einem Hektar benötigt, schildert Lahmann. Er hat gut 100 Nisthilfen auf seinen Flächen installiert. Im Sommer zwitschert praktisch an jeder Ecke. „Das macht meine Lebensfreude aus“, sagt er und lacht.

Wie bei vielen anderen Vogelarten auch sind die Nistangebote der limitierende Faktor. Findet der Star keine passende Höhle, in der er brüten kann, lässt er sich nicht nieder. „Vevorzugt werden Nisthilfen mit einem Einflugloch-Durchmesser von 48 Millimetern“, weiß der 55-Jährige. Schließlich ist Umwelt- und Naturschutz sein Thema: Von der kleinen roten Waldameise bis zum Steinkauz.

Auf seinen 17 Flächen mit Wald, Wiesen und Hecken bietet Lahmann den Vögeln ein optimales Futterangebot – alles bio versteht sich. Und auch die Stare fliegen auf den Bio-Hof: „Sie gehen gern auf dem Rasen spazieren und fressen Tipula-Larven und Regenwürmer.“ Dazwischen wird gebrütet, mal ein-, mal zweimal im Jahr.

Bevor der Winterzug einsetzt, versammeln sich die Stare an ihren Brutstätten, um gemeinsam gen Süden aufzubrechen. Und was vielleicht nicht jeder weiß: „Der Star kann andere Vögel, aber auch Geräusche, zum Beispiel eine quietschende Tür, nachmachen“, berichtet der Bio-Bauer, der schon oft den Schrei des Turmfalken zu hören meinte, dann aber feststellen musste, dass es doch nur der Star war.

Der Star sorgt also – ganz klar – für Unterhaltung. Und noch einen Vorteil hat seine Anwesenheit: „Er übernimmt die natürliche Schädlingsbekämpfung.“

Auch sein Zuhause reinigt der Star selbst, wobei er, wie Lahmann zugibt, geruchstechnisch ein „ziemliches Ferkel“ ist.
 

Von Mirja Polreich

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